„Kunstlabor“: Mit 550 Beteiligten das größte Jugendkunstprojekt in der Region Eferding

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 30.04.2019 09:05 Uhr

EFERDING. Mit über 550 Beteiligten steht Eferding das größte Jugendkunstprojekt bevor, das die Region je gesehen hat: das „Kunstlabor 2019“. 

Insgesamt 452 Schüler der NMS-Nord, NMS-Süd und der Polytechnischen Schule Eferding haben von 27. bis 29. Mai die Möglichkeit, Einblicke in künstlerisches Denken und Handeln zu bekommen und selbst zu entwickeln. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von 31 Absolventen und Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien, der Anton Bruckner Universität Linz, der Kunstuniversität Linz und regional wirkenden Künstlern.

Diese stellen ihr Fachwissen und Können im Rahmen von Workshops zur Verfügung und ermöglichen den Jugendlichen dadurch eine experimentelle und vertiefende Auseinandersetzung in verschiedensten Sparten bildender und darstellender Kunst wie Tanz, Performance, Malerei, Druckgrafik, Schauspiel, Graffiti, Bodypainting, Zirkuskunst, Fotografie, Bildhauerei, Skulptur, Radio, Film, Zeichnung, Stimme, Literatur, Musik und vieles mehr.

„Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass die teilnehmenden Jugendlichen die Möglichkeit bekommen, den künstlerischen Gestaltungsprozess in seiner Gesamtheit zu erfahren: Eine Idee zu entwickeln, die benötigten Voraussetzungen dafür zu schaffen, notwendige Entscheidungen zu treffen, sich darauf einzulassen, die Erfahrung des Verwerfens und Veränderns zu erleben, kreative Lösungsmöglichkeiten zu finden und die eigene Arbeit mit professioneller Begleitung zu reflektieren“, erklärt Künstlerin und Projektleiterin Elke Huber.

Konkrete Ziele des Projekts sind die Entdeckung und Förderung vorhandener Talente, die Entwicklung von Mut, Eigeninitiative, Lösungskompetenz und Kreativität, das Aneignen von Fachwissen durch Professionisten im Bereich Kunst.

Schulen und Stadt werden zum Atelier umfunktioniert

Die beteiligten Schulen werden an den drei Tagen zu Ateliers umgebaut, der Schulbetrieb wird eingestellt und die 65 Pädagogen stehen als Assistenzkräfte bei den Workshops bereit.

Als Außenstellen bereits fix zur Verfügung stehen etwa die ehemalige Bezirksbauernkammer für einen Objektkunstworkshop, die Stadtbücherei für einen Schauspiel- und Filmworkshop sowie das KreaKtivZentrum für Tanzworkshops. „Die größte Herausforderung ist es natürlich immer die Flächen für die Graffitikünstler zu finden“, erzählt Huber, aber auch das ist gelungen. So dürfen sich die Jugendlichen in den abbruchbereiten Garagen der BBK austoben und sich an drei Wänden von Shopping Eferding zur Molkereistraße hin verewigen. Noch in Gespräch sei man, zwei Brückenpfeiler entlang der Eferdinger Umfahrung verschönern zu dürfen. „Es ist für die Schüler eine tolle Gelegenheit unter professioneller Aufsicht ihre Spuren zu hinterlassen und Eferding einen jugendlichen Touch zu verpassen“, freut sich die Künstlerin.

Campus Eferding als Förderer der Jugend

Veranstaltet wird das „Kunstlabor 2019“ vom Campus Eferding, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die regionale Jugend in vielfältiger Weise zu fördern und Kooperationsprojekte mit regionalen Bildungseinrichtungen, Fachkräften und Unternehmen anstrebt und unterstützt. „Im Namen des Campus Eferding freue ich mich über zahlreiche vielversprechende Entwicklungen in unserer Region und nun ganz besonders auf das bevorstehende Kunstlabor! Die Art und Weise wie dieses Projekt in den letzten Monaten entstanden ist, bestätigt die Bemühungen der Plattform und macht große Hoffnung, dass auch weiterhin viel Innovatives aus der Region heraus entstehen kann. So kann das Ziel erreicht werden, junge Menschen möglichst früh in Aktivitäten vor Ort einzubinden und dabei Chancen für die Zukunft zu erarbeiten“, sagt Georg Starhemberg, Vorsitzender des Campus Eferding. Das Projekt wird über das EU-Programm Leader gefördert.

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