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PUPPING.  Doris Radinger ist Tätowiererin in ihrem eigenen Studio in Pupping. Wir haben mit der 44-Jährigen über Lieblingsmotive, ungewöhnliche Tätowierungen und das Beste an ihrem Beruf gesprochen.

Doris Radinger lebt als Tätowiererin ihren Traumberuf.
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Tips: Wie sind Sie zum Tätowieren gekommen?

Radinger: Als Kind wollte ich eine berühmte Künstlerin werden. Und um meine Kreativität auszuleben, bin ich Tätowiererin geworden. Ich habe damals ein neunmonatiges Praktikum in Deutschland absolviert, seit 2003 bin ich selbstständig. Heute muss man mehrere Kurse belegen, aber damals war ein Praktikum ausreichend.

Tips: Ist es noch ungewöhnlich, als Frau Tätowiererin zu sein?

Radinger: Nein, heutzutage macht das keinen Unterschied mehr. Frauen und Männer lassen sich auch gleich häufig tätowieren.

Tips: Was sind Ihre Lieblingsmotive?

Radinger: Am liebsten steche ich Lace-Tattoos und Mandalas, auch Permanent-Make-Up macht mir Spaß. Ich arbeite gerne mit filigranen Mustern.

Tips: Was ist das Beste am Tä­towieren?

Radinger: Meine Kunden. Sie sind so nett und verständnisvoll, im Lockdown haben sie zum Beispiel Gutscheine meines Studios gekauft, damit ich leichter über die Runden komme. Für mich ist das Tätowieren pure Entspannung und ich genieße die Gespräche mit den Kunden dabei.

Tips: Welche ungewöhnlichen Tattoos haben Sie selbst schon gestochen?

Radinger: Da fallen mir lustige Motive wie das AMA-Gütesiegel ein. Ich habe auch schon Tätowierungen für Brautpaare anstatt Hochzeitsringen gestochen, das ist natürlich ein großer Vertrauensbeweis meiner Kunden mir gegenüber.

Tips: Welches Motiv an Ihnen selbst mögen sie am meisten?

Radinger: Ich liebe alle meine Tattoos.

Tips: Tätowieren Sie lieber in Farbe oder in Schwarz-Weiß?

Radinger: Am liebsten arbeite ich mit Schwarz und Weiß, mir gefällt es aber auch, eine weitere Farbe dazuzunehmen und Akzente zu setzen.

Tips: Hat man mit tätowierter Haut in der Gesellschaft mit Vorurteilen zu kämpfen?

Radinger: Nein, ich denke, Tätowierungen sind in den vergangenen Jahren salonfähig geworden. Zu mir kommen viele Leute, bei denen man es nicht erwarten würde.

Tips: Glauben Sie, dass Menschen Tätowierungen auch wieder bereuen?

Radinger: Nein, mir hat das noch nie jemand erzählt.


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