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HARTKIRCHEN. Gemüse in Hülle und Fülle findet jedes Jahr im Herbst über Hofläden oder Supermärkte den Weg zu hungrigen Abnehmern. Manch einer nimmt jedoch eine Abkürzung und bedient sich direkt am Feld.

Thomas Kraxberger ist wütend über den Diebstahl auf seinen Feldern. (Foto: Privat)
Thomas Kraxberger ist wütend über den Diebstahl auf seinen Feldern. (Foto: Privat)

Als der Hartkirchner Gemüsebauer Thomas Kraxberger sein Knoblauchfeld besuchte, fehlte eine Reihe seiner Früchte, die kurz vor der Ernte standen. Ähnliches konnte er auf seinem Zwiebel- und Kartoffelacker feststellen: „Mir ist das unerklärlich. Man kann sich doch nicht einfach auf dem Feld eines anderen sein Gemüse holen, als wäre es ein Selbstbedienungsladen.“ Sein Nachbar hatte gar beobachtet, dass Fremde mit einem Anhänger bis zum Feld fuhren – und das am hellichten Tag zur Mittagszeit. Angefangen habe dieser Gemüsediebstahl vor drei oder vier Jahren, erzählt Kraxberger, und seitdem wird es mehr. Er ist kein Einzelfall.

Keine Wertschätzung von fremdem Eigentum

„Als ich das im Gemüsebauverband thematisiert habe, haben mir sofort auch andere Kollegen von derartigen Vorkommnissen erzählt“, sagt Kraxberger. Bei einem Bauern wurden Erdäpfel ausgegraben und bei einem anderen sogar frisch gesetzte Obstbäume ausgerissen und mitgenommen. Was Kraxberger vor allem ärgert, ist der fehlende Respekt gegenüber den Bauern. Im Bauernbund ist man betroffen von diesen Vorgängen. „Das reiht sich leider in eine Serie dreister Vorgänge gegenüber dem Eigentum von Bäuerinnen und Bauern ein“, sagt der oberösterreichische Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner und plädiert auf den Respekt vor dem Eigentum anderer.

Aus strafrechtlicher Sicht handelt es sich bei der „Selbstbedienung“ auf fremden Feldern um Diebstahl. Landwirte können den Diebstahl daher bei der Polizei anzeigen.

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