Neues Hochwasserschutzbecken für Hinzenbach soll 2023 fertig werden
HINZENBACH. Das Hochwasserschutz-Projekt im Ortsteil Seebach der Gemeinde Hinzenbach wird 2023 abgeschlossen, versichert der Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner von den Freiheitlichen. Dabei baut man ein sogenanntes Rückhaltebecken. Dies soll die Bevölkerung und deren Häuser sowie die Landesstraße vor zukünftigen Hochwasser-Katastrophen schützen.

Beim letzten Hochwasserereignis im Jahre 2009 kam es zu einer Überflutung des Ortsteiles Seebach in der Gemeinde Hinzenbach. Direkt davon betroffen waren rund 90 Gebäude, an denen teils ein erheblicher Sachschaden entstand. Inklusive der Schäden an Infrastruktur und Versorgungsanlagen umfasste das Schadenspotenzial rund 3,81 Millionen Euro, was zur Projekterstellung des Hochwasser-Rückhaltebeckens im Gemeindegebiet Stroheim führte.
Insgesamt 107 Rückhaltebecken schützen in Oberösterreich die Bevölkerung vor Schadensereignissen. „Hochwasserrückhaltebecken in vergleichbarer Größe wie das hier errichtete, gibt es im Kompetenzbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung nur vier. Jedes einzelne dieser Bauwerke bedeutet für die zahlreichen betroffenen Anrainer ein Höchstmaß an persönlicher Sicherheit und somit individueller Lebensqualität“, sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) über den Stellenwert von Hochwasserrückhaltebecken.
Anfänglich wurden vier Varianten entwickelt, um die Sicherheit für die Gemeinde Hinzenbach vor Überschwemmungen zu steigern. Nach Untergrundserkundungen hat sich das Land schließlich für dieses Rückhaltebecken entschieden. Im November 2020 startete die Bauausführung zum Rückhaltebecken.
Ziel des Projektes sei der nachhaltige Schutz des Siedlungsraumes des Ortsteiles Seebach sowie der Landesstraße vor Hochwasserereignissen. Ein 10,7 Meter hoher Damm und ein Stauvolumen von 69.000 Kubikmeter soll ein etwaiges Hochwasser abbremsen und verzögern. Rund 2 Millionen Euro kostet diese Schutzmaßnahme, welche voraussichtlich im kommenden Jahr 2023 fertiggestellt wird, dem Land Oberösterreich.
„Naturgefahren sind in Oberösterreich ein ständiger Weggefährte. Die Strategie, den Schutz der Menschen durch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen zu stärken, hat sich in der Vergangenheit bewährt und soll auch zukünftig forciert werden. Dabei legen wir auch großen Wert auf ökologische Maßnahmen“, so Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.


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