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ALKOVEN. Veronika Moser arbeitet in Alkoven als Musikschullehrerin und musiziert dort mit Menschen mit Beeinträchtigung. Gemeinsam mit einem ihrer Schüler – Oliver Berger aus dem Institut Hartheim – hat sie ein besonderes weihnachtliches Projekt auf die Beine gestellt.

  1 / 2   Veronika Moser und Oliver Berger verarbeiten in ihrem Musikvideo „Wenn ich ein Engel wär“ Themen wie Frieden, Umwelt und Nächstenliebe. (Foto: Julia Höfner)

Das Projekt an der Landesmusikschule Alkoven begann mit der Frage: „Wie würde die Welt aussehen, wenn du ein Engel wärst?“ Oliver Berger, der in Hartheim lebt und ein Mal wöchentlich die Musikschule besucht, um Gesangsunterricht zu nehmen, hatte darauf folgende Antwort: „Ich wünsche mir eine Welt, die für alle Gruppen tolerant ist, auch für Menschen mit Beeinträchtigung. Wenn ich ein Engel wär, würde ich alles Mobbing abschaffen und dafür sorgen, dass Menschen wie ich nicht in Schubladen gesteckt werden; dass es einen guten Umgang miteinander gibt und die Leute normal mit mir reden.“ Mit diesen Überlegungen war der Grundstein für die Idee, ein Musikvideo zur Weihnachtszeit zu produzieren, gelegt.

Mit Musik kreativ sein

Das Fach „Kreatives Musikgestalten“, das Veronika Moser an der Landesmusikschule Alkoven unterrichtet, steht allen Menschen – auch Menschen, die mit einer Beeinträchtigung leben – offen. Ob jemand ein Instrument lernen, einfach nur zuhören oder Klänge mit allen Sinnen erleben möchte – alles ist hier möglich. „Musik ist ein wunderbares Mittel, sich auszudrücken und miteinander in Kontakt zu kommen. Ich bin während der Musikstunden immer wieder fasziniert davon, zu entdecken, was alles in den Menschen steckt“, erklärt Moser. Besonders wichtig ist ihr bei ihrer Arbeit, die Fähigkeiten ihrer Schüler bestmöglich zu erkennen und zu fördern. Dabei hat sie festgestellt, dass ihr Schüler Oliver Berger nicht nur Talent zum Singen hat, sondern auch Stop-Motion-Filme machen kann. So wurde das Musikvideo-Projekt ins Leben gerufen.

Das Ergebnis präsentieren

Viele Wochen haben Moser und Berger an dem Weihnachtslied gefeilt, das sie nun präsentieren. „Weihnachten ist für mich die Zeit, um darüber nachzudenken, wie eine friedliche Welt aussehen könnte“, sagt Moser. Sie hat Bergers Ideen für eine bessere Welt aufgegriffen, um einen Song zu schreiben, den die beiden dann gemeinsam – als Frau Tomani und Oli Cool Vibes – eingesungen haben. Dabei verarbeiten sie Themen wie Frieden, Umwelt und Nächstenliebe. Mithilfe von Legobausteinen und seiner Fotokamera hat Berger die Geschichte in Bilder umgesetzt. Der Linzer Filmemacher Reinhard Zach unterstützte sie dabei vor allem bei der Audioproduktion. Das Ergebnis ist unter dem Titel „Wenn ich ein Engel wär“ auf verschiedenen Online-Plattformen wie Youtube, Facebook, Instagram und Tiktok zu sehen.


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