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PUPPING. Der Puppinger Paul Huemer hat ein Buch über das Kriegsgefangenenlager „Stalag 398 Pupping“, das sich während des Zweiten Weltkriegs in unmittelbarer Nähe des Ortes Pupping befand, veröffentlicht.

Wachablöse vor dem Kloster Pupping (Foto: Huemer)
  1 / 2   Wachablöse vor dem Kloster Pupping (Foto: Huemer)

Das Kriegsgefangenenlager „Stalag 398 Pupping“ lag nach dem Bahnübergang rechts von der Straße, die vom Ort Pupping zum Segelflugplatz führt. Somit befand sich das Lager zwar auf dem Gemeindegebiet von Hartkirchen, aber das Kommando, die Kanzleien, der Lagerarzt, die Sanitätsabteilung und die Poststation befanden sich im Ort Pupping, weshalb dieses Lager trotzdem den Namen „Kriegsgefangenenlager Pupping“ erhielt. Huemer hat darüber aus zahlreichen Quellen Informationen zusammengetragen und diese zu einem Buch zusammengefasst.

Lager „Stalag 398 Pupping“

Gründe für den Standort Pupping waren laut Huemer ausreichend Platz für Kanzleien und Offiziersunterkünfte im Kloster Pupping, die Bahnlinie Wels-Aschach und der Kriegerfriedhof Deinham, auf dem im Ersten Weltkrieg aus dem Kriegsgefangenenlager Aschach-Hartkirchen über 6.000 Tote bestattet worden waren. Aus dem Gefangenenlager Pupping wurden dort während des Zweiten Weltkrieges 1.027 Russen begraben. Das Lager mit Stacheldrahtumzäunung sowie vier Wachtürmen wurde 1941 errichtet, umfasste eine Fläche von 4,6 Hektar und bot Platz für circa 1.200 Gefangene. Den Namen „Stalag 398 Pupping“ erhielt es 1943. Insgesamt waren Tausende dort interniert. Die Kommandantur und die Verwaltung waren im Kloster Pupping untergebracht, der Lagerarzt hatte seinen Sitz im Gasthof Klinglmayr und die Poststelle war im Gasthaus Berner.

„Weil viele, auch aus der näheren Umgebung, von diesem Lager nichts mehr wissen, habe ich mich entschlossen, über dieses Lager, das auch unter dem Namen Stalag 398 bekannt ist, ein Buch zu machen“, erklärt Huemer.


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