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Forschungskolloquium in Schloss Hartheim beleuchtet Polizei im Nationalsozialismus

Katharina Bocksleitner, 26.05.2026 09:04

ALKOVEN. Im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim fand am Freitag das vierte Hartheimer Forschungskolloquium statt. Unter dem Titel „Im Einsatz für den ‚Volkskörper‘. Die Polizei im Nationalsozialismus“ beschäftigten sich Experten aus Österreich und Deutschland mit der Rolle der Polizei während der NS-Zeit.

Im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim wird an die Schrecken des Nationalsozialismus erinnert. (Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim)

Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Tagung standen die Verstrickungen der Exekutive in die NS-Euthanasie und den Holocaust. Die Vorträge beleuchteten unter anderem die systematische Verfolgung Homosexueller, die Rolle von Kriminalbeamten in der „Tötungsanstalt Hartheim“ sowie deren spätere Einsätze in Vernichtungslagern. Die Forschungsergebnisse zeigen, wie Polizei und Verbrechensbekämpfung im Nationalsozialismus für die Ziele der Diktatur instrumentalisiert wurden.

Das Kolloquium begleitet die aktuelle Sonderausstellung „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“, die noch bis Ende August 2026 in Schloss Hartheim zu sehen ist. Organisiert wurde die Tagung gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern und Fördergebern, darunter das Bundesministerium für Inneres, das Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung, die Universität Graz, der Nationalfonds, der Zukunftsfonds, das Land Oberösterreich sowie die Landespolizeidirektion Oberösterreich.


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