80 Einsatzkräfte übten Hubschrauberbergung bei Aschach an der Donau
ASCHACH AN DER DONAU. Ein abgestürzter Hubschrauber, vermisste Passagiere und schwierige Bergungsbedingungen in der Donau: Rund 80 Einsatzkräfte trainierten in Aschach an der Donau den Ernstfall. Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei, Rotes Kreuz und Samariterbund übten gemeinsam die Personensuche, die Bergung des Fluggeräts und die Koordination ihrer Einsätze.

Die Freiwillige Feuerwehr Aschach hatte das Szenario vorbereitet. Als Übungsobjekt diente ein ausgedienter, präparierter Hubschrauber des Bundesheeres, der mithilfe eines Kranfahrzeugs in der Donau versenkt worden war.
Laut Übungsannahme waren mehrere Personen nach dem Absturz vermisst, einige davon möglicherweise noch im Hubschrauber eingeschlossen. Feuerwehrtaucher aus der Umgebung teilten sich in zwei Teams auf: Eine Gruppe suchte im Fluggerät nach Personen, die zweite suchte stromabwärts nach abgetriebenen Passagieren.
Schwierige Bedingungen für Feuerwehrtaucher
Die Bedingungen waren anspruchsvoll. Die Sichtweite unter Wasser betrug lediglich 50 bis 75 Zentimeter. Dazu kamen die Strömung und eine Wassertemperatur von 13 Grad. Dennoch konnte rasch ein erstes Übungsopfer aus dem auf dem Dach liegenden Hubschrauber geborgen werden. Eine weitere Person war im Inneren eingeklemmt und sollte erst nach dem Anheben des Fluggeräts befreit werden.
Auch die zweite Tauchergruppe wurde fündig. Neben der gesuchten Übungspuppe barg sie eine weitere, die bei einer früheren Übung verloren gegangen war.
Rettungshunde suchten das Donauufer ab
Da Passagiere beim Aufprall möglicherweise aus dem Hubschrauber geschleudert worden waren, suchten Rettungshundeteams des Samariterbundes das gegenüberliegende Mühlviertler Donauufer ab. Sie wurden mit einem Feuerwehrboot über den Fluss gebracht und durchsuchten ein Waldgebiet.
Auf der Aschacher Seite errichteten Einsatzkräfte vorsorglich eine Ölsperre, um auch den Umgang mit einem möglichen Treibstoffaustritt zu trainieren.
Hubschrauber mit Seilwinde aus der Donau geborgen
Für die Bergung des Fluggeräts befestigten Taucher zunächst ein Seil am Hubschrauber. Mithilfe einer Seilwinde gelang es, das Fluggerät wieder auf die Kufen zu stellen und anschließend direkt ans Ufer zu ziehen. Dort hob ein Wechselladerfahrzeug mit Kran den Hubschrauber auf einen Tieflader.
Neben der technischen Bergung stand die Abstimmung zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen im Mittelpunkt.








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