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HARTKIRCHEN. Martina Mitterndorfer ist seit Kindesbeinen an begeisterte Sportlerin. Als Mutter von zwei Kindern, kennt sie aber auch die Tücke, jedes Mal einen Babysitter zu benötigen, wenn man sporteln gehen möchte. Deshalb kommt zum Ma.Mi.Workout das Baby einfach mit - im Bauch, im Kinderwagen oder in der Bauchtrage. 

Foto: Martina Mitterndorfer
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Das Workout im Freien richtet sich an Schwangere und Jungmamis. „Das Training ist für die Mami, das Baby, sofern es natürlich schon auf der Welt ist, verbringt die Zeit währenddessen im Kinderwagen oder in der Bauchtrage. So braucht die Mami keinen Babysitter und das Kind ist an der frischen Luft“, erzählt die 41-Jährige. Das Baby kann aber natürlich auch daheim bleiben.

Ein leichtes Training während der Schwangerschaft kann helfen Haltungsschmerzen vorzubeugen. „Zudem ist es erwiesen, dass sich die Mütter, nach der Geburt schneller erholen“, weiß die Fitnesstrainerin. Die Übungen werden je nach Schwangerschaftswoche angepasst, Voraussetzung ist natürlich eine komplikationsfreie Schwangerschaft. „Wichtig ist, dass die werdende Mami in ihren Körper hineinhorcht“, ergänzt Mitterndorfer.

Stärkung des Beckenboden

Jungmamis empfiehlt sie nach dem Rückbildungskurs, also etwa drei Monate nach der Geburt, wieder einzusteigen. Ein Fokus wird dann auf die Körpermitte inklusive der Stärkung des Beckenbodens gelegt. „Das Thema Beckenboden ist leider immer noch ein Tabuthema über das nicht gerne gesprochen wird, dabei hat fast jede Mutter nach der Geburt Probleme damit. Schließlich wird der Beckenboden die ganze Schwangerschaft über belastet und ist danach dementsprechend geschwächt“, erzählt Mitterndorfer. „Der Beckenboden ist leider kein Muskel, den man sieht. Man merkt nur, wenn er nicht funktioniert, etwa beim Niesen oder Husten. Aber auch diesen Muskel kann man trainieren.“

Helfen würden tägliche Atemübungen, bei der der Beckenboden angespannt und wieder entlastet wird. Zudem sollte das Baby nahe am Körper auf dem Unterarm getragen werden und nicht auf der Hüfte. „Dabei das Seite wechseln nicht vergessen. Schon alleine auch, weil das Baby dann den Kopf nicht immer nur in eine Richtung dreht“, erklärt die Hartkirchnerin. Auch Balanceübungen auf einem Bein helfen den Beckenboden zu stärken. Vermieden werden sollte eine zu frühe Belastung wie Joggen. „Wichtig ist, Geduld zu haben. Der Körper braucht Zeit, um alles zu verarbeiten. Das kann bei jedem unterschiedlich lange dauern. Vor allem sehr sportliche Frauen neigen oft dazu, den Körper viel zu früh zu stark zu belasten und fügen sich dadurch oft langfristige Schäden zu“, warnt die 41-Jährige.

Das Ma.Mi.Workout findet vormittags beim Sportplatz in Stroheim und beim Motorikpark in Feldkirchen statt. Trainiert wird mit dem eigenen Körpergewicht, zusätzlichen Kleingeräten und allem, was die Natur bietet, und das bei fast jedem Wetter. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, außer natürlich es stürmt oder regnet zu stark. Im Übrigen hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Babys das Wetter am wenigsten stört“, lacht die Fitnesstrainerin.

Power-Training

Für Mamis, die die Geburt schon ein, zwei Jahre hinter sich haben und sich gerne auspowern möchten, empfiehlt sie das Ma.Mi.Power-Training. Dieses umfasst alle Komponenten der Kondition: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. „Abwechselnd wird in Form von Zirkel, Intervallen und einzelnen Kräftigungsübungen trainiert. Wichtig ist mir auch hier, dass die Übungen sauber und richtig ausgeführt werden, erst dann wird durch Schnelligkeit oder Anzahl gesteigert“, erklärt Mitterndorfer. Die Übungen werden in verschiedenen Schwierigkeitsstufen angeboten.

Beide Outdoork-Trainings sind übrigens für alle Frauen offen.


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