„4 ½ Minuten“ heißt das erste Kartenspiel von Joachim Reif
STROHEIM. „Gerade in der heutigen Zeit, in der sich allzu viele digitale Medien in unser Leben drängen, finde ich Gesellschaftsspiele wichtig und wertvoll“, betont Joachim Reif - und veröffentlicht sein erstes Kartenspiel.

„Ich habe schon mein ganzes Leben lang furchtbar gerne gespielt. Meine Eltern haben mich von klein auf dazu gebracht und ich bin dabei geblieben. Auch wenn ich jetzt bei meinen Eltern bin, wird gleich nach dem Frühstück der Tisch abgeräumt und ein Spiel aufgebaut“, erzählt der 35-Jährige. Seine Liebe zu Spielen will er vor allem auch an seinen zweijährigen Sohn weitergeben.
Schwieriger als gedacht
Bevor dem Stroheimer „4 1/2 Minuten - also schwing die Hufe!“ gelang, musste er aber feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, ein Spiel zu entwickeln. „Spiele sollen keine komplizierten Regeln haben, wenig Spielmaterial benötigen, sich wesentlich von anderen Spielen unterscheiden und natürlich ganz besonders viel Spaß machen“, erzählt Joachim Reif. Trotz Absagen blieb er dran, bis ihm bei einem Spaziergang durch den Wald die Idee zu „4 1/2 Minuten“ kam. „Ich habe einen Prototyp gebastelt und mal einige Runden mit meiner Freundin und meiner Schwester ausprobiert. Das Spiel war von Anfang an ziemlich rund und wir waren bereits in den ersten Testrunden begeistert. Beim moses-Verlag kam das Spiel ebenfalls sehr gut an und so habe ich vor etwa einem Jahr dort einen Vertrag unterschrieben“, blickt der 35-Jährige zurück.
„4 1/2 Minuten“ ist ein kooperatives Kartenspiel, das bereits von Kindern ab etwa sechs Jahren gemeistert werden kann. „Am ehesten könnte man es ein bisschen mit UNO vergleichen, nur dass man mit einer offenen Kartenauslage spielt und gemeinsam versucht innerhalb von viereinhalb Minuten alle Karten auf zwei Stapel abzulegen“, erklärt der Stroheimer.
Kooperatives Spiel für die ganze Familie
Jeder Spieler hat vier Karten offen vor sich liegen und muss eine Karte auf einen der zwei Stapel in der Tischmitte ablegen. Die ausgespielte Karte sollte natürlich so gewählt werden, dass der nachfolgende Spieler auch wieder eine Karte ablegen kann. Es gibt zudem Spezialkarten, mit denen etwa die Richtung gewechselt oder ein Ablagestapel gesperrt werden kann. Dazu kommt noch das Zeitlimit von viereinhalb Minuten.
„Der Spielablauf ist herrlich schnell, oft schon fast ein bisschen chaotisch und ganz oft müssen die Mitspieler darauf hingewiesen werden, welche Karte sie am besten ablegen sollten“, erzählt Joachim Reif: „Ein Kollege von mir hat das Spiel mit seinem fünfjährigen Sohn ausprobiert und nach einigen Runden schaffen die beiden es mittlerweile auch schon beinahe innerhalb der vorgegebenen Zeit fast alle Karten abzulegen. Das Spiel ist voll eingeschlagen, hat er mir geschrieben.“ Für Erwachsene, die den Dreh raus haben, gibt es eine fortgeschrittene Variante.
Eine Idee zu einem neuen Spiel hat Reif übrigens schon: „Ich komme wohl nicht mehr los von dem Thema. Momentan probieren wir das Spiel gerade aus. Es wird wohl wieder ein Spiel für Kinder, aber diesmal mit Würfeln.“


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