Abfallmythen: Das passiert mit unserem Abfall

Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 09.07.2019 09:15 Uhr

EFERDING. Was passiert mit meinem Abfall nach der Abholung? Wird wirklich alles verbrannt, so wie viele glauben? Der Bezirksabfallverband Eferding bringt Licht ins Dunkel.

Die Bürger von Eferding können ihren Abfall schon Zuhause zu trennen. Zur Verfügung stehen Behälter für das Altpapier, den Bioabfall, Kunststoffe und den Restmüll. Bei öffentlichen Sammelstellen können zudem Glasflaschen und Metallverpackungen entsorgt werden. Dann kommt die Müllabfuhr und niemand weiß, wohin der Abfall transportiert wird. Bahn frei für einige Mythen, die teilweise nicht ganz der Wahrheit entsprechen.

40 Prozent der Abfälle aus der Haussammlung werden recycelt, das heißt wieder in neue Produkte umgewandelt. Aber warum nur 40 Prozent? Hauptgrund dafür ist die Restmülltonne. Deren Inhalt wird wirklich verbrannt, da viele Materialien enthalten sind, die nicht wieder verwertet werden können und eine Trennung sehr aufwändig wäre.

Denn leider ist der Fehlwurfanteil in der Restmülltonne sehr hoch: 16 Prozent organisches Material (eigentlich Biomülltonne), 15 Prozent vermeidbare Lebensmittel-Abfälle (weil zuviel eingekauft wurde), 12 Prozent Kunststoffe (eigentlich Gelber Sack), 7 Prozent Papier und Kartonagen (eigentlich Altpapiertonne) sowie 4 Prozent Glas und 2 Prozent Metallverpackungen (eigentlich Glas- und Metallverpackungscontainer).

„Würden wir besser trennen, könnten wir mehr recyclen und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, da weniger Ressourcen und Energie verbraucht werden müssten! Auch unser Geldbeutel würde es uns danken, da durch weniger Restmüllanfall die Abfallgebühren sinken würden“, betont Michaela Huemer von der Abfall- und Umweltberatung. Der Mythos der Abfallverbrennung ist daher teilrichtig. Der Restmüll wird aber nicht einfach verbrannt, sondern thermisch verwertet, sprich die Abwärme wird für die Beheizung von etwa Gebäuden genutzt und Strom für die Einspeisung ins Stromnetz produziert.

„Wir haben jedoch als Bürger im Bezirk Eferding die Möglichkeit, dass unser Abfall zu 90 Prozent recycelt wird. Einfach machbar ist das durch die drei Altstoffsammelzentren in Hartkirchen, Eferding und Alkoven. Bringen wir unseren Abfall dorthin, können wir uns sicher sein, dass 90 Prozent davon in neuen Produkten wieder zu finden sein wird“, betont Huemer.

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