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ST. MARIENKIRCHEN. Um die eigene Familiengeschichte weiter in die Vergangenheit zu erforschen, ist es notwendig, möglichst viele schriftliche Aufzeichnungen zu finden. In Teil drei der Artikelserie in Zusammenarbeit mit dem Team von familienhistorik.at finden sich Tipps für die Suche in offiziellen Verzeichnissen. 

Kirchenbücher können Aufschluss über verwandte Personen liefern. Foto: Shutterstock.com/ Mike Flippo (Foto: Copyright (c) 2006 Mike Flippo/Shutterstock. No use without permission.)

Das Standesamt kann ein wichtiger Anhaltspunkt zu Daten der eigenen Vorfahren sein. Bis ins Jahr 1939 reichen die Aufzeichnungen zurück. Geburten, Trauungen und Todesfälle der jeweiligen Gemeinde müssen verzeichnet werden. Davor lag die Verantwortung bei den Kirchen. Soll die Suche also tiefer in die Vergangenheit zurückreichen, empfiehlt sich ein Besuch von Matricula Online. Auf der Seite finden sich hunderte digitalisierte Kirchenbücher aus Österreich, Deutschland, Luxemburg, Polen, Serbien und Bosnien. Daten aus rund 4.000 Pfarren können sichtbar gemacht werden, teilweise reichen die Aufzeichnungen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts zurück. Die Suche erfolgt über die Auswahl des richtigen Ortes, es muss klar sein, in welcher Pfarre die Person geboren wurde, wohnhaft war oder gestorben ist. Die jeweiligen Inhaltsverzeichnisse der Kirchenbücher finden sich in Indexen zu Beginn des Buches oder in Form eines eigenen Werkes. Family Search, eine Plattform der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, kann unter Umständen mehr Informationen liefern.

Drei Kirchenbücher

Im Geburten- oder Taufbuch ist neben dem vollständigen Namen und dem Geschlecht des Kindes auch der Geburtsort, das Datum, Uhrzeit und die Taufe des Kindes verzeichnet. Mehr Hinweise können die Namen der Elternteile und Religionszugehörigkeiten geben. Die Sperrfrist beträgt 100 Jahre ab der Geburt. Im Trauungsbuch sind Einträge zum Tag und Ort der Eheschließung, zur Abstammung und dem Alter der Eheleute angegeben. Die Sperrfrist beträgt 75 Jahre ab dem Eintragungszeitpunkt, Daten ab 1945 sind also einsehbar. Für das Sterbebuch ist eine Sperrfrist von 30 Jahren ab dem Todesdatum vorgegeben. Neben dem vollständigen Namen werden dort Todeszeitpunkt und gegebenenfalls die -ursache verzeichnet.

Nähere Informationen finden sich unter:

www.familienhistorik.at/recherche-vorfahren


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