KI kontrolliert Erdäpfel im Eferdinger Land
EFERDING. Mit der Ernte der ersten heimischen Heurigen beginnt im Eferdinger Land die Erdäpfelsaison. Gleichzeitig setzen die Eferdinger Landl-Erdäpfelbauern auf moderne Technologie: Erstmals kommt eine neue optische Sortieranlage zum Einsatz, die mithilfe von Kameras und künstlicher Intelligenz jede einzelne Knolle überprüft.

Die über das EU-Programm LEADER geförderte Anlage erkennt Größe, Form, Farbe und mögliche Schäden automatisch. Nicht marktfähige Erdäpfel werden aussortiert. Dadurch sollen die Qualität verbessert, Lebensmittelverluste reduziert und Arbeitsabläufe erleichtert werden.
Die ersten Heurigen stammen überwiegend aus dem Eferdinger Becken, das als wichtiges Anbaugebiet für Früherdäpfel gilt. Dank kurzer Transportwege gelangen die frisch geernteten Erdäpfel rasch in den Handel.
Hinter den Bauern liegt allerdings ein schwieriges Vermarktungsjahr. Nach einer großen Ernte 2025 sorgte ein Überangebot für Preisdruck. Dennoch konnten die oberösterreichischen Erdäpfel vollständig vermarktet werden. Für 2026 wurde die Anbaufläche österreichweit um rund elf Prozent reduziert.
Trotz der Herausforderungen zeigen sich die Produzenten zuversichtlich. Mit Investitionen in moderne Technik wollen sie die regionale Versorgung langfristig sichern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.


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