AK Eferding setzte 4.392 Euro für Verkäuferin durch
EFERDING. Nach einer Kündigung während ihres Krankenstandes wartete eine Fleischverkäuferin laut Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich rund neun Monate auf ausstehende Ansprüche. Erst ein Exekutionsverfahren brachte der Frau 4.392 Euro.

Die Verkäuferin war elf Jahre lang bei einer Fleischhauerei mit Sitz im Bezirk Linz-Land beschäftigt. Während eines Krankenstandes erhielt sie die Kündigung und wandte sich an die AK Eferding. Diese informierte die Frau laut Aussendung darüber, dass ihr sowohl die Entgeltfortzahlung für die Dauer des Krankenstandes als auch aufgrund der langen Betriebszugehörigkeit eine längere Kündigungsfrist zustünden.
Exekutionsverfahren brachte den Erfolg
Neben dem offenen Gehalt des letzten Arbeitsmonats forderte die AK auch Kündigungsentschädigung, Urlaubsersatzleistung und Sonderzahlungen ein. Insgesamt ging es um 4.392 Euro. Nachdem der Betrieb auf das Schreiben der AK und später auch auf die Klage nicht reagiert hatte, war ein gerichtliches Exekutionsverfahren notwendig.
Nach rund einem Dreivierteljahr erhielt die Frau schließlich ihr Geld. AK-Präsident Andreas Stangl rät Beschäftigten, sich bei Problemen mit dem Arbeitgeber rasch an den Betriebsrat, die Gewerkschaft oder die Arbeiterkammer zu wenden.


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