Feuerwehren rückten zum Einsatz gegen Hochwasser und Starkregen aus

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Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 19.07.2021 10:35 Uhr

REGION. Aufgrund der starken Niederschläge kam es auch in der Region um Enns zu gefährlichen Situationen.

Am Sonntagvormittag fuhr die Streife „Enns 2“ auf Ersuchen der Freiwilligen Feuerwehr Enns zum Zillenplatz in Enghagen am Tabor. Vom Einsatzleiter wurde mitgeteilt, dass am Donauufer zwei abgestellte Pkw aufgefunden wurden und vermutet wird, dass sich die Besitzer auf der gegenüber des Zillenplatzes liegenden Insel befinden. Die Polizisten forschten über die Kennzeichen der Fahrzeuge die Zulassungsbesitzer aus. Zwischenzeitlich stellte die FF Enns fest, dass sich auf der Insel drei Personen befinden, welche sich in unmittelbarer Nähe einer am Inselufer festgemachten Motorzille aufhielten. Aufgrund des sehr hohen Wasserstandes der Donau (die maximalen Pegelstände in Mauthausen lagen bei 620 Zentimeter) wurde vom Einsatzleiter der FF Enns ein A-Boot angefordert, welches in weiterer Folge die drei Personen – einen 40-jährigen Linzer, eine 38-jährige Linzerin und einen 37-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land – von der Insel rettete und zum Anlegeplatz der FF im Ennshafen brachte.

Felssturz bei Steyrer-Bahn

Am Sonntag waren die Feuerwehrmitglieder der FF Ernsthofen gefordert. Bei der Steyrer-Bahn kam es zu einem Felssturz, sodass diese vorübergehend gesperrt werden musste. Kommandant Josef Fuchsberger stand aufgrund des Starkregens als Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter voll im Einsatz und war maßgeblich in der Bezirksalarmzentrale in Amstetten im Bezirksführungsstab dafür mitverantwortlich, dass die 88 Feuerwehren des Bezirks die über 400 Einsätze gut bewältigten.

Einsatz in Belgien

Fünf Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Amstetten sind nach zwölfstündiger Fahrt am Freitag gegen fünf Uhr früh mit insgesamt 120 niederösterreichischen Einsatzkräften der Feuerwehren in Belgien eingetroffen, um die lokalen Feuerwehren bei der Hochwasserkatastrophe zu unterstützen. „Ihr Ziel war die Region rund um die Stadt Lüttich, genauer gesagt die Stadt Pepinster“, berichten Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber (FF Euratsfeld) und sein Stellvertreter Josef Fuchsberger (FF Ernsthofen). Der NÖ Hilfskonvoi der Feuerwehr suchte in dem Hochwasserchaos nach Überlebenden. Kein Bewohner von Theux, einer Stadt mit etwa 12.000 Einwohnern, kann sich an eine derartige Flutkatastrophe erinnern. Innerhalb kurzer Zeit erreichte der Bach „Hoegner„ einen noch nie erreichten Rekordpegel und entwickelte sich zu einem reißenden Fluss. Das Wasser stand in der Stadt teilweise bis zu 2,5 Meter hoch. Die Strömungsgeschwindigkeit war so enorm, dass Autos wie Zündholzschachteln wegschwemmt und ein Großteil aller Gebäude massiv beschädigt wurden.

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