Packende Theaterreise durch die Geschichte der Stadt
ENNS. An vier Schauplätzen ging das Stück „Grenzwall Enns“ vom Jungen Theater über die Bühne. Start war in der Basilika St. Laurenz, in der die Besucher schon gespannt auf den Beginn der ungewöhnlichen Theaterproduktion warteten.

Unter Fanfaren zog der prahlerische römische Soldat (Thomas Wimmer) im Kirchenschiff ein. Was folgte war eine humoristische Auseinandersetzung mit seiner maßlosen Selbstüberschätzung. Und dann setzte sich der Tross zum ersten Mal in Bewegung. Am Parkplatz wartete ein Bus auf die Besucher, der sie weiter zur nächsten Station (Stadtamt) brachte.
Schachbrett
Am Stadtamt tauchte man in eine ganz andere Welt ein. Das Stück „Schachbrett“ von Miriam Rittberger setzte sich mit dem wahnwitzigen Krieg zwischen christlichen Glaubensbrüdern auseinander. In beeindruckenden Schattenbildern wurde der Auslöser des Bauernkriegs dargestellt. „Glaube“ (Sabine Wimmer) und „Macht“ (Erik Hamedinger) lieferten sich dabei einen Schlagabtausch, der die Besucher in den Bann zog. Weiter ging es – viel diskutierend – mit dem Bus zur nächsten Station „Kulturzentrum d'Zuckerfabrik“.
Ennsbrücke
Mit dem Stück „Ennsbrücke“ von Iris Hanousek-Mader wurde auf die Schicksale der drei realen Hauptpersonen Margarethe Ottilinger (Hermine Touschek), Hanna Baumblatt (Joy Mader) und Franz Steinmayr (Maxwell Renner) aufmerksam gemacht. Im Saal herrschte Ergriffenheit, die dank tollem Stück, Schauspiel, Ton und Licht entstand. Die Reise endete dann an der 4. Station (Pfarrzentrum Lorch).
Alt gegen Jung
Beim Schwank „Alt versus Jung“ von Carina Reikersdorfer konnte das Publikum dann wieder mitlachen, wie die „Urli-Oma“ (Miriam Rittberger) mit ihrem Geburtstagsgeschenk – einem Rasenroboter – durch den Pfarrsaal raste und mit musikalischer Unterstützung vom Singverein 1919 unter der Leitung von Anna Salomon Hühner erlegte. Nach etwas mehr als zwei Stunden endete die Theaterreise bei einem Buffet und zahlreichen Gesprächen. Vor allem die unterschiedlichen Stücke, die schauspielerischen Leistungen, die verschiedenen Darstellungsmethoden und die gemeinsame, musikalische Reise im Bus beeindruckten die Zuseher.


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