Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ENNS. Wenn draußen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken und sich die Straßen in lebensgefährliche Untergründe verwandeln, rücken die Mitarbeiter des Bauhofes aus, um auch bei eisiger Kälte, die Sicherheit der Bevölkerung zu wahren.

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Wenn sich der Durchschnittsbürger am frühen Morgen auf den Weg in die Arbeit macht, findet er in der Regel bereits präparierte Straßen vor, auf denen man sich gefahrenfrei bewegen kann. Zumindest an einem normalen Wintertag. Ganz anders sieht die Situation bei extremen Witterungsverhältnissen aus, da wäre es oft am besten, einfach zu Hause zu bleiben. Ein Luxus, den sich die Bauhofmitarbeiter allerdings nicht leisten können.

Der Extremfall

Selten, sind schneereichen Wintertage in den vergangenen Jahren geworden, und auch die kalten Temperaturen hielten sich in Grenzen. Wenn er dann aber kommt, der Wintereinbruch, dann kommt er offenbar so richtig, und lässt vor allem den Mitarbeitern des Bauhofes keine ruhige Minute. Denn bereits um zwei Uhr Früh, beginnt die erste Rundfahrt durch Enns, um sich einen genauen Überblick betreffend der Wetterlage zu verschaffen. „Diese erste Rundfahrt dauert zirka eine halbe Stunde, wobei die Witterung im Ennshafen beispielsweise oft eine andere ist, als im Stadtbereich. Bis zu fünf verschiedene Temperaturen können innerhalb der Stadtgemeinde entstehen. Und das gehört dann koordiniert“, erklärt Roland Schlucker, Bauhofleiter in Enns. Immerhin kämpft der Bauhof mit dreizehn Mann und sieben Fahrzeugen gegen den Winter an – eine Herausforderung.

Ablauf nach Plan

In Extremfällen, wie es vergangene Woche der Fall war, beginnt die Arbeit schon am Vortag. Wetterberichte müssen verfolgt, und Schneeketten angelegt werden, um am Tag des Einsatzes nichts dem Zufall zu überlassen. „Nachdem man sich bei der ersten Rundfahrt einen Überblick verschafft hat, starten alle sieben Fahrzeuge um vier Uhr ihre Routen. Von sechs bis 22 Uhr müssen laut Straßenverkehrsordnung (StVo) die Straßen geräumt werden“, so Schlucker. An besagtem Montag fuhr man alle Routen insgesamt sechsmal ab. Ein Knochenjob, der nicht immer die Anerkennung bekommt, die er verdient.

Wertschätzung

Nicht jeder, weiß den Einsatz des Winterdienstes auch zu schätzen. „Einer beschwert sich, dass er vom Fahrzeug geweckt, andere, dass erst gar nicht geräumt wurde. Da kann man echt alles haben“, plaudert der Bauhofleiter aus dem Nähkästchen. Dass aber bei Eisregen und Minus-Temperaturen jenseits der Zehn-Grad-Marke so gut wie gar nichts mehr hilft, sollte einem schon klar sein, auch wenn man mit der Thematik nicht so sehr vertraut ist.

Es geht aber auch anders: „Oft poste ich die Wetterberichte der Region auf Facebook, und weise darauf hin, wann, wo mit Gefahren zu rechnen ist. Und das wissen die Leute dann auch zu schätzen“, so Schlucker. Gleichzeitig weist er aber auf ein weitverbreitetes Problem hin. „Wirklich schwierig wird es, wenn Autos so geparkt werden, dass man mit dem Einsatzfahrzeug nicht mehr vorbei kommt. Und das geschieht in regelmäßigen Abständen. Da wäre uns schon sehr geholfen, wenn von den Autofahrern ein bisschen mehr Rücksicht genommen wird.“ Und das sollte in Anbetracht der Leistung, die erbracht wird, auch nicht zuviel verlangt sein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden