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ENNS. In einer Wohnsiedlung sorgen drei Hühner ordentlich für Zunder. Die im Garten der Familie Bart untergebrachten Tiere müssen aufgrund einer Beschwerde aus der Nachbarschaft entfernt werden.

Sperbi, Hexi und Mitzi (v. l.) fühlen sich wohl in Barts Garten. Noch ahnen sie nichts von einem möglichen Abschied.

Es war im Jahr 2013, als Ulrike Bart vier Hühnern in ihrem Garten ein Zuhause geschenkt hat. Vier Jahre später folgte die Beschwerde einer Nachbarin – die Hühner waren zu diesem Zeitpunkt nur noch zu dritt. „Anfang des Jahres bekam ich einen Anruf eines Gemeindemitarbeiters, der uns darüber informierte, dass sich eine Nachbarin von den Hühnern gestört fühle. Seither kämpfen wir darum, die Hühner behalten zu dürfen“, sagt Grüne-Gemeinderätin Bart.

Rechtslage

Nachdem sich ein Sachverständiger des Landes OÖ die Problematik vor Ort angesehen hatte, kam wenige Tage später der Bescheid ins Haus geflattert: Hühnerhaltungen seien in Wohngebieten nicht zulässig. „Eine Interpretationsfrage“, wie Bart findet, denn, „im Österreichischen Tierschutzgesetz wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Hausgeflügel sehr wohl erlaubt ist.“ Worauf sich der Bescheid allerdings beruft sind Nutztiere. Und weil Hühner – dabei spiele es keine Rolle, um wie viele es sich handelt – als Nutztiere deklariert werden, müssen die Tiere nun abgegeben werden.

Unverständnis

„Wie kann man bei den Hühnern von Nutztieren sprechen, wenn sie aufgrund ihres Alters kaum noch Eier legen?“, zeigt sich Bart irritiert und führt weiter aus: „Ich finde es sehr schade, dass eine Stadt wie Enns, die sich als erste cittáslow für Entschleunigung und Nachhaltigkeit ausspricht, keine Wege findet, hier ein Zeichen zu setzen. Wenn man es genau nimmt, dann bräuchte dieser Fall – vor allem aufgrund der cittáslow-Positionierung – eine Einzelfallbewertung.“

Würde gerne, aber kann nicht

„Ich bin persönlich und privat ganz bei Ihnen Frau Bart“, sagt Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SPÖ) in der Gemeinderatssitzung vom 21. September. Allerdings seien ihm die Hände gebunden. „Wenn mir der verantwortliche Jurist sagt, dass laut Raumordnungsgesetz Hühner als Nutztiere gelten und diese im Wohngebiet nicht gehalten werden dürfen, dann muss ich als Bürgermeister einer Stadt diesen gesetzlichen Bestimmungen nachkommen, wenn ich nicht will, dass mir Amtsmissbrauch vorgeworfen wird“, sagt der Bürgermeister.

Mit cittáslow nichts zu tun

Außerdem bestehe die Möglichkeit einer Berufung beim Landesverwaltungsgericht. Einen Zusammenhang mit cittáslow sieht Karlinger aber nicht. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Hier geht es um Gesetze, die es zu beachten gilt. Und die gelten für jeden Bürger.“


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Gastuser
Gastuser
17.07.2018 08:39

Nutzen und nicht Nutzen

Was nützt dem Menschen oder was nützt ihm nicht. Umweltschutz bedarf einer gründlichen Neuüberlegung. Wir sehen die Hühner immer nur als Eier- und Fleischlieferanten, dass sie aber auch einen wesentlichen Beitrag zur Schädlingsbekämpfung bringen, wird übersehen. Lieber wir überall Gift gespritzt, auf den Äckern und in den Gärten (und auch im Leben der Menschen). Hühner sind meistens keine Lärmbelästigung (wenn kein Hahn mitgehalten wird) und auf genügend freier Fläche gehalten, auch keine Geruchsbelästigung. Die entsteht nur in den Köpfen von naturentwöhnten Mitbürgern und die gibt es leider immer mehr. Was fehlt ist der Respekt vor den Tieren, die unser Leben erhalten. Degradiert auf Nutztiere, Haustiere haben ja einen höheren Stellenwert. Und wie wir unsere Nutztiere halten, eingesperrt und zusammengepfercht, ja möglichst weit weg von unserer Wahrnehmung, nur auf Profit ausgerichtet, da kann der Respekt vor dem Leben nur verloren gehen, auch vor dem menschlichen Leben. Wir sind engstirnig und hartherzig geworden, dass wiederspiegelt sich in unseren Gesetzen.

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17.07.2018 08:04

Hühnerhaltung

Unsere Gesetze sind schwer verständlich. Ich kann in einem Wohnbaugebiet Schlangen ob giftig oder nicht aber auch Skorpione und Spinnen jeder Art halten aber bei ein paar Hühner, nur weil sie als Nutztiere bezeichnet werden, ist es nicht möglich. Was sind wir für eine Kultur der Kleingeistigen geworden. Als ob die paar Hühner gemeingefährlich wären.

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16.07.2018 22:16

Nicht befolgen

Ich würde das Urteil ignorieren und dann zum Fernsehen gehen, das kann es doch nicht sein!

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17.07.2018 08:49

Keine gute Idee

Gesetze nicht zu befolgen, finde ich als keine gute Idee. Besser wäre es, für bessere Gesetze zu kämpfen. Da kann nur eine Änderung der Gesetzeslage helfen. Leider dauert das in Österreich über Generationen, denn kleine Hühner werden nicht als wichtig wahrgenommen.

n
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Gastuser
07.10.2017 19:40

Drei Hühner

Sind manche „Nachbarn“ wirklich schon so degeneriert, dass sie sich schon wegen drei Hühner aufregen und sogar die Behörden einschalten müssen? Selten hat der Spruch: „Da lachen ja die Hühner“ mehr Bedeutung erlangt wie bei dieser lächerlichen Angelegenheit! im „Duden“ nachzulesen: „Da lachen [ja] die Hühner (umgangssprachlich: [in Bezug auf eine Behauptung, Äußerung] das ist ganz unsinnig, lächerlich)“ Fam. Willi und Elfi Bart

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Gastuser
17.07.2018 08:58

Kein Einzelfall

Leider gibt es solche Nachbarn nicht nur in Enns! Diese Art der Mitmenschen werden immer mehr. Ob auch Neid oder anderen Gründen, wollen sie einfach ihre Macht demonstrieren. Die Leidtragenden sind auf alle Fälle unsere Tiere, die wir Liebgewonnen haben.

n
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Gastuser
Gastuser
07.10.2017 14:08

3 Hühner im Garten

Wäre Februar, hielte ich das Ganze für einen Faschingsscherz :(

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Gastuser
Gastuser
05.10.2017 07:11

3 Hühner im Garten

Enns ist eine wirklich lebenswerte Stadt. Politik ist leider nicht zu vermeiden. Es liegt jedoch AUSSCHLIEßLICH nur an uns Bürgern, das Leben in Enns lebenswert zu gestalten und miteinander ordentlich umzugehen.

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Gastuser
Gastuser
04.10.2017 20:39

Dann bitte....

Auf 3 Hausgänse umsatteln...sind vieeeel lauter aber Hausgeflügel ist ja erlaubt.

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Gastuser
Gastuser
04.10.2017 14:13

in Linz…

…ist eigenartigerweise Hühnerhaltung im Siedlungsgebiet erlaubt. Dort stellt der Magistrag einen Positvbescheid nach entsprechender Prüfung aus. Da aber Enns im Vergelich zu Linz eine wesentlich größere und bedeutungsvollere Stadt ist, ist sowas hier selbstverständlich aufgrund der immensen, möglicherweise sogar europaweiten Nachahmungswirkung, nicht möglich.

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Gastuser
Gastuser
03.10.2017 14:23

Hühner

Mein Gott wie kleinbürgerlich und spiessig sind denn diese Leute dort,3 Hühner stören doch nicht und wenn die Besitzer doch Freude dran haben,sollte man es ihnen überlassen!