Tag fünf: Auf den Spuren der Legio II Italica
ENNS/ROM. Bei idealem Wetter, 19 Grad und strahlendem Sonnenschein ging es für die „legion“ gestern weiter nach Adria.

Nach der Überquerung des Po di Venetia bei Corbola erreichten die „Legionäre“ die historische Hafenstadt Adria. Als etruskische Hafenstadt war der Ort in vorchristlicher Zeit so bedeutsam, dass antike Historiografen behaupteten, das Adriatische Meer soll nach der Stadt benannt worden sein. Durch die zunehmenden Ablagerungen des Po verlor die Stadt Adria jedoch nach und nach den Anschluss ans Meer und liegt heute gut 25 Kilometer davon entfernt. Am Ende des 2. vorchristlichen Jahrhunderts ist Adria römisches Munizipium geworden, wie alle Veneter besaßen auch die Einwohner Adrias mithin das römische Bürgerrecht.
Viel zu sehen
Am Fuße der Treppe des archäologische Museums steht ein römischer Streitwagen, der bei Ausgrabungen 1938 entdeckt wurde: vor dem Wagen die Skelette zwei angespannte Pferden, dahinter ein drittes Skelett vom Reitpferd des Kriegers. Zur Museumssammlung gehört unter anderem auch ein Meilenstein aus der Via Popillia. „Es gäbe noch viel zu sehen hier in der Stadt Adria“, so Klaus Kamptner, „mussten weiter, hatten wir doch noch ein schönes Stück Strecke zu bewältigen.“
Chioggia
Bei Chioggia erreichte die Gruppe die Lagune von Venedig. Chioggia wird oft die „kleine Schwester Venedigs“ genannt, im Gegensatz zu Venedig jedoch, blieb man dort vom Massentourismus verschont. Hier findet man aber ebenso wie in Venedig romantische Kanäle und Gassen. Die ältesten Teile der Stadt stammen noch aus der Römerzeit in der sie angelegt wurde. Nach einem kleinen Zwischenstopp (nach 80 Kilometern) ging es weiter mit der Fähre nach Pellestrina, einer elf Kilometer langen Insel südlich des Lidos, nur wenige hundert Meter breit. Ein Erlebnis der besonderen Art, links und rechts das Meer und am Horizont bereits Venedig zu erkennen.
Venedig
„Wir näherten uns über die anliegenden Inseln und beabsichtigten vom Lido aus die Fähre nach Venedig zu nehmen. Wir freuten uns schon auf den bevorstehenden Rundgang durch Venedig. Die Wurzeln der Stadt reichen angeblich in das erste Jahrhunder vor Christus zurück. Von 1815 bis 1866 gehörte Venedig sogar mal zu Österreich“, schreibt Kamptner in seinem Bericht.
Von Venedig bis Jesolo
„Heute ist Venedig ein schwimmendes Museum, fast jedes Haus, jeder Palazzo, jeder Kanal und jede Brücke sind sehenswert und erzählen viel Geschichte über die Stadt. Es gibt unzählige wundervolle Gebäude wie den Dogenpalast, den Campanile, die Rialtobrücke, den Palazzo Grassi, die Seufzerbrücke und natürlich die Piazzetta San Marcho, wo wir nach unserer Besichtigungstour gerne noch auf einen gemütlichen Cappuccino eingekehrt wären, um das Ambiente und den Flair Venedigs richtig zu genießen. Wären da nicht unsere Räder gewesen – damit durften wir nämlich leider nicht nach Venedig“, so der „Legionär“. So ging es also weiter bis Jesolo. Dort hieß es dann: Zimmer beziehen, duschen, Trikot`s auswaschen und italienisches Ambiente genießen!


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