Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ENNS. Die „Rückkehr der Legion“ brachte ein fantastisches Ergebnis: über 270.320 Menschen besuchten die 32. OÖ Landesausstellung, wie die Stadtgemeinde Enns berichtet.

Foto: Wolfgang Simlinger
Foto: Wolfgang Simlinger

Drei Standorte präsentierten das römische Erbe von Oberösterreich, wobei das Ennser Museum Lauriacum das Herzstück bildete. Der Hauptstandort in Enns und die Nebenschauplätze in Schlögen und Oberranna im Oberen Donautal konnten nach 193 Ausstellungstagen insgesamt 270.322 Besucher verzeichnen. Umgelegt auf die Sollstärke einer Legion mit je 6.000 Mann sind das rund 45 Legionen.

Ein stolzer Bürgermeister

Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SPÖ) zieht ein erfreuliches Resümee: „Die Landesausstellung hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Sie hat uns die Möglichkeit gegeben unser historisches Erbe einem großen Publikum zu präsentieren. Die Stadt hat sich erfolgreich von ihrer schönsten Seite gezeigt und die Gelegenheit zu nachhaltiger Belebung bestmöglich genutzt. Etliche Anfragen und Buchungen für Führungen im nächsten Jahr liegen bereits vor. Das unglaubliche Rahmenprogramm mit über 100 Veranstaltungen hat dazu beigetragen, dass dieses Jahr wahrlich ein ganz spezielles wurde. Ich bin sehr dankbar dafür und stolz auf das Mitwirken aller, die mit so viel Engagement und großer Begeisterung der Stadt Enns einen besonderen Stellenwert gegeben haben.“

Zahlen und Fakten

In Enns wurden insgesamt 3.332 Führungen abgehalten, davon 1.341 im Museum Lauriacum, 1.369 in der Basilika St. Laurenz und 622 pädagogische Vermittlungsprogramme für Schulen. Durch die Landesausstellung konnten die Präsentationsflächen für die Römerzeit mehr als verdoppelt werden – von ursprünglich 600 m² auf 1.300 m². Das Museum Lauriacum wurde damit zu einem der größten Römermuseen Mitteleuropas, das rund 2.500 Funde interaktiv präsentiert.

Weitere Zahlen

  • Rund 4.500 Personen besuchten die Schaugrabung „Taberna an der ersten Nordumfahrung von Enns“.
  • Alleine bei der Ausgrabung des hervorragend erhaltenen römischen Kalkbrennofens wurden 1.462 Fundnummern vergeben, die oft mehrere Objekte umfassen. Dieser in der Spätantike als überdimensionaler Mülleimer verwendete Ofen und die anderen Ausgrabungen brachten also einen Objektzuwachs von mehreren tausenden Fundobjekten!
  • Das Österreichische Archäologische Institut untersuchte im Auftrag der Direktion Kultur 70,5 Hektar = 705.000 Quadratmeter in Enns mit geophysikalischen Messgeräten (67,3 ha Geomagnetik und 3,2 ha Georadar).
  • In einem Kooperationsprojekt mit dem Naturhistorischen Museum Wien untersuchten Anthropologinnen die menschlichen Überreste von mehr als 300 Individuen aus römischen Gräberfeldern in Lauriacum/Enns.

Besonders erfreulich ist die Erhaltung der Ennser Ausstellungen für die Zukunft. Das ist nicht selbstverständlich, da die Objekte normalerweise nach Ausstellungsende wieder abgebaut werden. Im Museum Lauriacum sind zurzeit noch die Landesausstellungsbüros eingerichtet. Nach Durchführung der notwendigen Adaptierungsmaßnahmen werden die Pforten im Frühjahr 2019, voraussichtlich mit 1. Mai, wieder geöffnet. In der Basilika St. Laurenz sind Führungen gegen Voranmeldung auch während der Wintermonate möglich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden