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Lokführer zusammengeschlagen: Forderung nach mehr Schutz für Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr

Thomas Lettner, 25.08.2020 09:43

ST. VALENTIN. Ein Lokführer der ÖBB wollte Fahrgäste, weil sie auf der Fahrt von Garsten nach Linz geraucht hatten, des Zuges verweisen. Im Bahnhof St. Valentin wurde er von einem jungen Mann attackiert und zusammengeschlagen. Dem Lokführer geht es glücklicherweise wieder besser.

Laut der ÖBB kommt es – von einem niedrigen Niveau ausgehend – zu einer leichten Steigerung bei den körperlichen Übergriffen auf das Personal. Foto: Thomas Lettner

Der Lokführer, der allein im Zug unterwegs war, musste ins Kepler-Universitäts-Klinikum in Linz eingeliefert werden. Auch ein älteres Ehepaar, das helfen wollte, wurde von dem Täter angegriffen. Helmut Woisetschläger, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida Oberösterreich, fordert mehr Schutz für die Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr und eine Mehrfachbesetzung in jedem Zug: „Das Sparen darf nicht auf Kosten der Sicherheit der Beschäftigten gehen. Es braucht hier klare gesetzliche Regelungen.“

Maßnahmen zum Schutz

„Unserem Kollegen geht es den Umständen entsprechend besser“, heißt es vonseiten der ÖBB. Zu beobachten sei, dass es – von einem niedrigen Niveau ausgehend – zu einer leichten Steigerung bei den körperlichen Übergriffen auf das Personal kommt. Die ÖBB haben zum Schutz ihrer Mitarbeiter Maßnahmen ergriffen. Schon in der Ausbildung gehöre das Thema Deeskalation zu den zentralen Inhalten. Moderne Züge verfügen über eine Videoüberwachung des Fahrgastraumes. Zusätzlich gibt es für Zugbegleiter die Möglichkeit zur Verwendung von Bodycams (Körperkameras). Meist habe schon allein das Tragen der Kameras eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Aggressoren.


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