Hargelsberger Musiker vermissen den Kontakt zur Bevölkerung
HARGELSBERG. Normalerweise ist es eine große Ehre, als Musikant mit dem Blasinstrument und in der Tracht in Reih und Glied bei Festen aufzuspielen. Da das schon beinahe ein Jahr nicht mehr möglich ist, ist der Hargelsberger Musikverein im „Amtsmodus“.

„Der Musikverein bietet ein attraktives Umfeld, in welchen sich alle Generationsschichten, sowie unterschiedlichste Berufsgruppen und Instrumente wiederfinden und sich in ihrer individuellen Rolle als Teil eines großen Ganzes einfügen. Um diesen leitenden Werten gerecht zu werden, bedarf es neben dem Engagement und Leidenschaft jedes einzelnen Vereinsmitgliedes eines repräsentativen Vorstandes, der mit den personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen verantwortungsvoll, nachhaltig und innovativ umgeht“, so Kapellmeister Heinrich Haimel. Die Vorstandsitzungen finden digital statt. Konfrontiert mit großen Herausforderungen. Ohne Proben und Konzerte. Besonders herausfordernd wird die Zeit ab der Öffnung der Kultur. Solange nur mit schrittweisen Lockerungen ein Konzertbesuch möglich ist, wird sich im Gegensatz zu anderen Branchen, die voll Durchstarten können, die Musikkapelle längere Zeit im Crescendo befinden. „Wir werden daher sofort nach der langen Stille den Kontakt zur Bevölkerung suchen. Gehen mit unseren Instrumenten spielend und mit Abstand durch unseren Grätzeln in Hargelsberg. Bei dieser Gelegenheit kann man uns auch für ein Ständchen buchen. Jetzt geht es um die Kameradschaft, nicht um musikalische Spitzenleistung“, sagt der Kapellmeister und bittet die Bevölkerung um Unterstützung der ehrenamtlichen Musikvereine, die nach dieser langen schweren Zeit mit ihrer Musik gerne wieder Menschen fürs Leben berühren werden.


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