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Land stärkt mit Feuerwehr-Paket die Einsatzfähigkeit und entlastet die Gemeinden finanziell

David Ramaseder, 06.10.2021 16:49

OÖ/LINZ-LAND. Der Sommer 2021 hat die hohe Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren und ihrer steten Einsatzbereitschaft drastisch vor Augen geführt. Um dieses hohe Leistungsniveau auch in Zukunft zu sichern, hat das Land OÖ gemeinsam mit dem Landes-Feuerwehrverband ein Maßnahmen-Paket geschnürt.

  1 / 2   Landesrat Wolfgang Klinger, Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger (v.l.) im Korb eines Hubrettungsfahrzeuges. (Foto: Land OÖ/Vanessa Ehrengruber)

Der Unwettersommer 2021 mit schweren und anhaltenden Niederschlägen, wiederkehrenden Sturm- und Hagelschäden hat in allen Teilen Oberösterreichs zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. „Der bereits merkbare Klimawandel wird die Freiwilligen Feuerwehren massiv fordern“, sagt Landesrat Wolfgang Klinger. So haben sich die Zahl der Einsätze im Zeitraum Anfang Mai bis Mitte August 2021 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht und die Personalstunden sogar verfünffacht.

„Die Feuerwehr-Mannschaften im Land können sich auf die volle Unterstützung seitens der Landespolitik verlassen, um wie auch im heurigen Sommer immer dort zur Stelle zu sein, wo Menschen Hilfe brauchen. Das heute präsentierte Maßnahmen-Paket stärkt die Feuerwehren und die für die Finanzierung maßgeblichen Gemeinden bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge und der Instandhaltung“, zeigt Landeshauptmann Thomas Stelzer Anerkennung für den selbstlosen Einsatz.

Zahlreiche Förderungen

Der Bedarf der Gerätschaften wurde in enger Abstimmung zwischen Land und Landes-Feuerwehrverband festgelegt. Mit der Aufnahme der in der Gefahrenabwehr- und Entwicklungsplanung (GEP) sowie der Ausrüstungs- und Planungsverordnung vereinbarten Kommandofahrzeuge in das reguläre Förderprogramm ist ein weiterer bedeutender Entwicklungsschritt gelungen.

„All die neuen technischen Möglichkeiten in einem Kommandofahrzeug, in einer neuen Drehleiter und auch der Einsatz von Drohnen unterstützen die helfenden Hände unserer Feuerwehreinsatzkräfte. Eine landesweit gesicherte Finanzierung als Basis sichert die Weiterentwicklung in Ausbildung und Technik für professionelle Hilfe durch Mannschaft und Gerät“, so Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer.

Teure Wartungen

Die sensiblen Gerätschaften der Feuerwehren müssen regelmäßig gewartet werden. Dieser laufende Aufwand wird von nun an ebenfalls aus Bedarfszuweisungsmitteln des Gemeinderessorts mit bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten gefördert. „Sicherheit wird in Oberösterreich strategisch gedacht, aber wir lassen die einzelnen Gemeinden mit der Finanzierung nicht allein“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

C-Schein-Aktion verlängert

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass immer weniger Feuerwehrleute einen C-Führerschein besitzen. Daher trägt das Land die Kosten für den Kurs. Bis jetzt haben schon über 650 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Daher hat das Land den Topf für heuer um weitere 200.000 Euro aufgestockt und auch für 2022 werden wieder 400.000 Euro bereitgestellt.

Weitere Maßnahmen nötig

Bezirks-Feuerwehrkommandant Helmut Födermayr begrüßt das beschlossene Budget: „Im speziellen bei der Wartung und Überprüfung der Hubrettungsfahrzeuge werden die Gemeinden die Unterstützung ordentlich spüren.“

Er fordert aber  etwa bei der Freistellung von Einsatzkräften weitere Unterstützung für die Arbeitgeber, da er in Zeiten des Fachkräftemangels sonst besorgt ist, „wer in Zukunft diese Form des Ehrenamtes noch ausüben wird“. Daher wünscht sich Födermayr mehr regionale Aus- und Weiterbildung sowie Wissensvermittlung bereits im Kindesalter.


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