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KRONSTORF. Der Kronstorfer Anton Auinger hat seit Beginn des Kriegs mit seiner Gattin Eva und freiwilligen Helfern zwei Hilfstransporte in die Ukraine organisiert und durchgeführt. Derzeit sammelt er Sachspenden für den nächsten Transport am 8. April.

  1 / 3   In Vinograd werden die gespendeten Waren umgeladen und ins Kriegsgebiet weitertransportiert. (Foto: Auinger)

Auinger ist seit 15 Jahren bei der OÖ Landlerhilfe. Die OÖ Landlerhilfe wurde 1991 gegründet und überbringt Geld- und Sachspenden in die Landlerdörfer in Siebenbürgen (Rumänien) und in die ukrainischen Karpaten. Als „Landler“ werden im Zuge der Gegenreformation im 18. Jahrhundert aus Österreich deportierte Protestanten bezeichnet. Bis zu 40 Mal waren Auinger und seine Gattin Eva bereits in der Ukraine, nicht nur für die Aktion „Christkindl in der Schuhschachtel“ in Königsfeld (Ust-Tschorna), sondern auch um ein Waisenhaus in Vinograd oder eine seiner fünf Patenfamilien zu besuchen. „Für die Weihnachtsaktion fahren wir mit acht Autos in die Ukraine. Als der Krieg losbrach, entschloss sich unsere Partie, erneut und auf eigene Faust Hilfslieferungen zu organisieren“, sagt der Pensionist.

Langer Transport

Für die Transporte nehmen die Auingers und ihre Helfer einen sehr weiten Weg auf sich. Neun Stunden dauert die Fahrt bis zum ungarisch-ukrainischen Grenzübergang Berehowe. Der Grenzübergang und die Weiterfahrt dauern noch einmal drei Stunden. Nach zwölf Stunden und 800 Kilometern erreichen die zwei Lieferwagen, die mit jeweils 400 Kilogramm Lebensmitteln, Windeln sowie Waschmitteln und Waschutensilien beladen sind, schließlich Vinograd. Ein mit Auinger befreundeter Priester nimmt die Waren entgegen, lädt sie in andere Fahrzeuge um und liefert sie ins Kriegsgebiet.

Alles voller Flüchtlinge

Der Transport dauert von der Abfahrt bis zur Rückkehr nach Kronstorf insgesamt drei Tage. „Normalerweise müssen Hilfstransporte in Kiew angemeldet werden, damit kein Zoll fällig wird. Jetzt im Krieg schreibt uns die Gemeinde Kronstorf eine Bestätigung, die auf Ukrainisch übersetzt wird“, erklärt Auinger. Eine ukrainische Dolmetscherin sucht für die Gäste aus Österreich vor Ort nach einer Übernachtungsmöglichkeit, was aufgrund der vielen aus dem Osten des Landes stammenden Flüchtlinge nicht leicht ist. Darunter sind auch viele Leichtverletzte, die im Gegensatz zu den Schwerverletzten aus den Kriegsgebieten in den sichereren Westen gebracht werden. Am Sonntag, 3. April, können für den dritten Transport vor dem ehemaligen Billa-Gebäude in Kronstorf wieder Sachspenden abgegeben werden. „Wir werden den Krieg zwar nicht gewinnen, weil wir nur ein kleiner Tropfen sind. Aber tausende kleine Tropfen können für die Ukraine auch etwas bewirken“, ist Auinger überzeugt.


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