Vortrag zum Thema „Ennsbrücke - Im Fadenkreuz der österreichischen Kriegsgeschichte“
ENNSDORF. Im Gasthof Stöckler findet am Freitag, 3. Juni, 17 Uhr, ein Vortrag des Vereins zur Erforschung der Mostviertler Geschichte (VEMOG) mit einem Lokalaugenschein statt.

Hofrat Gerold Keusch vom Militärfachmagazin „Truppendienst“ referiert über die Geschichte der vielleicht bekanntesten Brücke Österreichs – der Ennsbrücke zwischen Ennsdorf und Enns. Dort fanden im Mai 1945 einige der letzten Kampfhandlungen in Österreich statt, bevor sich sowjetische und amerikanische Soldaten an diesem Ort die Hände reichten. In weiterer Folge errichteten sie dort einen Übergang über die Zonengrenze, der für viele Menschen zum Schicksalsort wurde. Doch auch in den Jahrhunderten davor war dieser Ort Schauplatz von Kampfhandlungen und des Durchmarsches von Truppen. Hier zogen die Heerscharen von Karl dem Großen im frühen Mittelalter genauso durch wie jene Napoleons tausend Jahre später. Immer wieder kam es dabei auch zu Kämpfen, beispielsweise im Jahr 1683 zwischen Österreichern und Osmanen, denen damals der Übergang über die Enns verwehrt wurde. Neben dem Vortrag soll es bei Schönwetter einen Lokalaugenschein der Brücke mit einer Einweisung vor Ort geben.


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