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ST. FLORIAN. Unter dem Titel „ Abgezockt! Richard Wagner am Bayerischen Königshof“ präsentiert am Dienstag, 19. Juli, 19 Uhr, in der Sala terrena die deutsche Kunst- und Kulturhistorikerin Christine Tauber ihre Forschungen zu einem der bedeutendsten deutschen Komponisten und Dramatiker. Der Eintritt ist kostenlos. 

Christine Tauber ist eine deutsche Kunst- und Kulturhistorikerin. Sie lehrt als Dozentin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist Redakteurin der Zeitschrift Kunstchronik am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. (Foto: Christine Tauber)

Im Kunstwerk der Zukunft von 1850 hat Richard Wagner seine Vorstellungen vom idealen Staat dargelegt und sich damit als Hofkünstler für den jungen und unerfahrenen König von Bayern empfohlen. Wagner betätigte sich in rein egoistischer Absicht als dessen Jugendverderber, indem er den nach Anerkennung und Orientierung suchenden Ludwig einer perfiden ideologischen Manipulation unterzog, um größtmöglichen Profit aus seiner Münchner Zeit zu schlagen. Der Vortrag untersucht außerdem, wie sich Wagners Vorstellungen von Utopie und Ideal auf die Architekturkonzeption Ludwigs II. ausgewirkt hat, dessen Schlösser gebaute Fluchtburgen aus einer sich dramatisch modernisierenden und dynamisierenden Umwelt waren, in der es eigentlich keinen Platz mehr für Monarchen gab.


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