Verkehrstote 2023: Bezirk Linz-Land ist trauriger Spitzenreiter in Oberösterreich
OÖ/BEZIRK LINZ-LAND. Im Jahr 2023 waren in Oberösterreich 73 Verkehrstote zu beklagen. Trauriger Spitzenreiter ist der Bezirk Linz-Land mit neun Todesopfern.
Oberösterreich verzeichnet 2023 den zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen und österreichweit den größten Rückgang an Verkehrstoten. Mit sieben tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern weniger als im Vorjahr konnte Oberösterreich vor Wien (fünf) und Vorarlberg (vier) auch absolut den höchsten Rückgang erzielen, teilt das Land ÖO mit. Mit 73 Verkehrstoten liege man unter dem Fünf-Jahres-Schnitt von 80 Toten pro Jahr. „Die Statistik bekräftigt ein geringes Niveau der tödlichen Unfälle im Straßenverkehr. Dennoch ist jeder tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer schlichtweg einer zu viel. Hinter den 73 tödlichen Verunglückten verbirgt sich jede Menge Leid und Schmerz“, so Landesrat für Infrastruktur und Mobilität Günther Steinkellner.
Blick in die Bezirke
Der Vergleich der 18 Verwaltungsbezirke zeigt, dass in den Bezirken Linz-Land (neun), Grieskirchen/ Eferding (acht), Ried und Braunau (je sieben) die meisten Verkehrstoten 2023 zu beklagen sind. In Steyr-Stadt (null), Gmunden (einer) und Linz-Stadt (zwei) waren im vergangenen Jahr die wenigsten Verkehrstoten zu verzeichnen.
Häufigste Unfallursachen
Angestiegen sind die Werte der tödlich verunglückten Motorradfahre (plus sieben), Fußgänger (plus drei) und Klein-Lkw-Fahrer (plus zwei). Am meisten gesunken ist die Zahl der getöteten Radfahrer (minus sieben) und der Mopedlenker (minus fünf). Bei fast einem Drittel der Verkehrsunfälle war nicht angepasste Geschwindigkeit (29 Prozent) Hauptunfallursache, gefolgt von Unachtsamkeit/Ablenkung (27 Prozent) und Überholen (zwölf Prozent).
Straßen deutlich sicherer
„Vor rund fünf Jahrzehnten ereigneten sich jährlich über 400 tödliche Unfälle und damit rund sechsmal so viele wie heuer. Die Statistiken zeigen somit deutlich, was alles in den vergangenen Jahrzehnten unternommen wurde, um die Sicherheit auf unseren heimischen Straßen zu verbessern. Durch Bewusstseinsbildung wollen wir einen Beitrag leisten, um die Verkehrssicherheit nachhaltig und langfristig zu stärken“, betont Landesrat Steinkellner.
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