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ENNS. Vor knapp einem Jahr wurde die Wand am Busbahnhof in der Lorcher Straße im Zuge eines Graffiti Workshops neu gestaltet. Einige Ennser sind überrascht, dass das Kunstwerk aktuell wieder weiß übermalt wurde.

Neu ein Jahr war das Graffiti zu sehen (Foto: Wolfgang Simlinger)
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Im Herbst 2023 lud der Verein Streetwork Enns den Graffiti Künstler Zores ein, gemeinsam mit Ennser Jugendlichen die Wand am Busbahnhof neu zu gestalten. Das neue Graffiti wurde von viele Leuten bewundert, es dauert aber nicht lange und das Kunstwerk wurde mit diversen Sprüchen übermalt. Das ist an sich bei Graffitis nichts Ungewöhnliches, aber der Inhalt einiger Sprüche wies eindeutig einen politisch-extremistischen Inhalt auf. Aus dem Stadtamt erfährt man, dass das Kunstwerk nicht mehr zu retten war und aus diesem Grund die Wand vorerst mit weißer Farbe übermalt wurde. Daniel Roithmair von Streetwork Enns war einer der Initiatoren der Graffiti Workshops und findet es schade, dass das Graffiti nach nicht einmal einem Jahr wieder verschwunden ist. „Wir haben viel Herzblut in die Aktion gesteckt, konnten einen bekannten Künstler gewinnen und vor allem die Jugendlichen in die Arbeit einbinden“, erklärt er.

Kunst oder Vandalismus?

Geht man durch die Ennser Straßen, so fallen einem immer wieder Schriftzüge auf, die auf diverse Wände gemalt sind. Gut gestaltete Graffitis sind eher die Ausnahme. Die meisten Ennser stört das, da die „Verzierungen“ hässlich wirken und oft scheinbar unmotiviert auf Hauswänden, Schaltkästen und sogar auf historischen Gebäuden zu finden sind. Auch die Unterführung im Bahnhofsbereich wurde ausgiebig beschmiert, wirkt auf Reisende eher abstoßend. „Wenn die Jugendlichen freie Flächen bekommen, wo sie ausprobieren können und legal sprayen können, dann hält sich das illegale Sprayen im Stadtgebiet normalerweise in Grenzen“, ist Daniel Roithmair überzeugt. Streetwork Enns ist daher auf der Suche nach Flächen,auf denen die Jugendlichen legal ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und hofft auf eine Lösung für die Wand am Busbahnhof.


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