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ENNS. Im Zuge der Mobilitätswoche standen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Neben Vorträgen gab es ein Mobilitätsfest, das traditionelle „Sternradeln“, ein Oldtimer-Fahrradtreffen und ein Picknick auf dem Hauptplatz. Ziel der Veranstaltungen ist es, Mobilität zu überdenken und auf Alternativen aufmerksam zu machen.

Das Sternradeln bot Gelegenheit, sich über Mobilität Gedanken zu machen (Foto: Wolfgang Simlinger)
Das Sternradeln bot Gelegenheit, sich über Mobilität Gedanken zu machen (Foto: Wolfgang Simlinger)

Muss ich jeden Weg mit dem Auto zurücklegen? Ist es unbedingt notwendig, dass jeder in der Familie ein eigenes Fahrzeug besitzt? Müssen die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden? Wie wird in anderen Ländern an diese Themen herangegangen? Der Individualverkehr nahm bei uns stetig zu und damit sämtliche negative Begleiterscheinungen. Den Schadstoffausstoß durch Verbrennungsmotoren kann man mit dem Umstieg zu Elektrofahrzeugen bewältigen.

Platzbedarf durch Pkw

Was bleibt, ist der Platzbedarf durch die immer größer werdenden Pkw und damit die Forderung nach neuen Verkehrs- und Abstellflächen. Eine Umgestaltung der Städte ist die Folge jahrelanger Bevorteilung des Individualverkehrs. Einkaufszentren entwickelten sich außerhalb der Ortskerne entlang der Umfahrungsstraßen, in den Ortszentren verschwand ein Geschäft nach dem anderen. Dass es auch anders geht, zeigen Beispiele aus anderen Ländern. Kurze Wege werden dort oft zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt, der öffentliche Verkehr ist gut ausgebaut.

Erfolgsmodell Klimaticket

Auch in der Region um Enns nutzen mittlerweile viele Pendler das Klimaticket. St.Valentin, Enns und Asten sind durch die Bahnstrecke gut mit Linz und Steyr verbunden, die Fahrzeiten mit der Bahn sind während der Stoßzeit in der Regel kürzer als mit dem Auto. Ein Schritt in die richtige Richtung war die Einführung des Klimatickets, das letzte Woche die 300.000er-Marke bei der Jahreskarte für Österreich geknackt hat. Im Jahresvergleich haben 62 Prozent der Klimaticket-Österreich-Kunden, die auch einen Pkw nutzen, ihr Mobilitätsverhalten auf den Öffentlichen Verkehr weiter verlagert.Außerdem ist der Anteil an Kunden, die keinen Pkw nutzen, von 16 im Jahr 2022 auf 19 Prozent im Jahr 2023 gestiegen.


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