Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

REGION. Die Blaumeise „Tipsi“ präsentiert im September die Waldohreule.

Foto: Manfred Ruhringer
  1 / 4   Foto: Manfred Ruhringer

Die Sehnsucht nach Natur ist größer denn je, doch kaum jemand kennt, mangels Gelegenheit in der ausgeräumten Landschaft, Tiere, Vögel, Insekten und Pflanzen beim Namen. Biologen werden zu Zecken, Gelsen, Schnecken und Wespen interviewt, dabei wissen sie über ganz andere tolle Lebensläufe und Zusammenhänge in der Natur Bescheid. Die Lebewesen der Nacht, die auch voller Leben ist, sind noch unbekannter. Die Eulen sagen uns aber etwas. Die Waldohreule ist bei uns rund um naturnahe Wälder gut vertreten. In ganz Österreich gibt's etwa 3.000 Brutpaare. In Raad brütetet heuer ein Pärchen bei einem Bauernhof auf einem Baum in einem alten Elsternnest. Beiden Seiten nutzt es, die Eule hält die Mäuse in Schach, im Gegenzug ist sie in der Nähe des Menschen geschützter vor ihren Feinden. Rundherum Felder und in der Nähe der Wald – so ist für ein abwechslungsreiches Mäusemenü gesorgt. Tagsüber sitzt die Waldohreule gut getarnt im Baum und döst, auch Rasenmähen oder menschliche Unterhaltung sind ihr einerlei. Selbst von Laien ist sie an ihren Federohren gut erkennbar. Der Gesichtsschleier ist aber ihr eigentlicher Trumpf beim Hören. Die Knopfaugen dieser Eule erinnern an einen Teddybären. In der Dämmerung und Nacht wird sie so richtig munter. Für die Jagd im Wald braucht die Waldohreule ausreichende Freiflächen. 28 Jahre kann diese Eule alt werden und Weisheit sammeln. Was würde die Waldohreule nach Athen, Linz, St. Pölten und Wien tragen? Sie würde uns nachdenken lassen, wie hoch die atembare Luftsäule über uns ist (weniger Kilometer als ein Hobbyläufer pro Tag läuft?), wie viel fruchtbare Erde unter uns ist (weniger Zentimeter als ein Mensch in einer Stunde hinunter graben kann?), wie lange es dauert, bis Österreichs Böden zubetoniert sind (weniger als drei Menschenleben?) und wieso wir trotz der Antworten null zukunftsfähig und verantwortungslos mit Klima, Böden und Natur umgehen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Typisierungsaktion für Stammzellenspender in Kronstorf

Typisierungsaktion für Stammzellenspender in Kronstorf

KRONSTORF. „Ich lebe, weil sich jemand typisieren ließ“ – Katharina verdankt ihr Leben einer Stammzellspende. Um auch anderen Betroffenen ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
St. Florianer Maturanten feiern Oberösterreichs größten Trachtenball in Linz

St. Florianer Maturanten feiern Oberösterreichs größten Trachtenball in Linz

ST. FLORIAN/LINZ. Am Freitag, 13. Februar, wird das Brucknerhaus wieder zur Tanzarena: Die Maturanten der HLBLA St. Florian und der HBLA Elmberg ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
St. Florianer Sängerknaben laden zum Tag der offenen Tür

St. Florianer Sängerknaben laden zum Tag der offenen Tür

ST. FLORIAN. Die St. Florianer Sängerknaben laden am Freitag, 16. Jänner 2026, 14  bis 17  Uhr,  ins Sängerknabeninternat im ...

Tips - total regionalNorbert Mottas
Niederneukirchen hört auf die leisen und großen Töne

Niederneukirchen hört auf die leisen und großen Töne

NIEDERNEUKIRCHEN. Die Bücherei Niederneukirchen lädt wieder zu einem besonderen, kostenlosen Filmabend in der örtlichen Musikschule ein: Am ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Sternsingen verbindet Kinder in St. Florian mit der Welt

Sternsingen verbindet Kinder in St. Florian mit der Welt

ST. FLORIAN. Der Workshop „Sternsingen on tour“ gastierte an der Volksschule St. Florian. Viola Haas vom Büro der Drei-Königs-Aktion (DKA) ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Autorin aus Asten veröffentlicht ihr erstes Kinderhörbuch

Autorin aus Asten veröffentlicht ihr erstes Kinderhörbuch

ASTEN. Judith Mazzilli, Autorin aus Asten, hat mit „Geborgen einschlafen mit Jesus“ ein neues Kinderhörbuch gestaltet, das biblische Traumreisen ...

Tips - total regionalMaya Lauren Matschek
Weitere Beiträge