Ökofläche schafft neuen Lebensraum für seltene Brutvögel und Amphibien in Enns
ENNS. In Enghagen ist eine Ökofläche geplant, die schon bald zur Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren beitragen könnte.

Die Auwälder entlang der Donau waren einst von zahlreichen wasserführenden Gräben durchzogen. Diese Kleingewässer dienten als Laichplätze für Amphibien und als Lebensraum für viele andere bedrohte Tierarten. Im Laufe der Jahre verlandeten diese Gewässer und führten kein Wasser mehr.
Revitalisierung der Augewässer
Im Jahr 2018 begann die Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich im Rahmen des Amphibien-Artenschutzprojekts mit der Revitalisierung der ersten Augewässer im Bereich der sogenannten „Kuhwampen“. Es wurden neun fischfreie Gewässer mit insgesamt rund 2.500 Quadratmeter Wasserfläche geschaffen, die sich mit Röhricht bewachsen sollen, wodurch auch ein neuer Lebensraum für das gefährdete Weißsternige Blaukehlchen entsteht. Im Winter 2020/2021 wurde von der Familie Putz aus Enns in der Au nördlich von Enghagen ein weiteres wertvolles Augewässer revitalisiert und wertvoller Lebensraum wiederhergestellt. Schon nach wenigen Wochen konnten über 150 Laichballen des Springfrosches vorgefunden werden.
Weiteres Projekt in Vorbereitung
In der Nähe der ehemaligen Mostschänke Hammerl ist ein weiteres von der Stadt Enns unterstütztes und mitgetragenes Projekt in Vorbereitung. Neben einer Naturwiese und einer Hecke sind Gewässer für seltene Brutvögel wie Kiebitz und Rebhuhn sowie für Amphibien vorgesehen. Um den Bestand der Amphibien nicht zu gefährden, dürfen keine Fische in den Gewässern ausgesetzt werden. Auch ein Einbringen von Aquarien- und Gartenpflanzen ist kontraproduktiv.


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