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ENNS. Das Klimabündnis Oberösterreich führte zusammen mit der Polizei und der Stadt Enns Messungen der Seitenabstände zwischen Auto- und Radfahrern bei Überholvorgängen durch. Das Fazit ist leider ernüchternd.

(V.l.) Bezirksinspektor Mario Spindelberger, Aspirant Manuel Gomez-Carriolo, Stadtrat Gunnar Fosen, Bürgermeister Christian Deleja-Hotko, Gruppeninspektor Peter Pils, Klimakoordinatorin Lisa Eisner, Projektleiterin Lisa Hubmer und Stadtrat Michael Reichhardt (Foto: Stadt Enns)

Ausreichender Abstand beim Überholen ist für die Verkehrssicherheit von Radfahrern sehr wichtig. Eine Stu­die aus dem Jahr 2017 vom Kura­to­ri­um für Ver­kehrs­si­cher­heit ergab jedoch, dass bei rund 80 Prozent der Über­hol­vor­gän­ge der erfor­der­li­che Sei­ten­ab­stand nicht ein­ge­hal­ten wurde. Am 23. Juni hieß es daher auf der Dr. Karl Renner Straße in Enns „Rücksicht durch Abstand“. Gemeinsam mit der Polizei und der Stadt Enns führte das Klimabündnis Oberösterreich insgesamt 115 Messungen durch. Ziel der Akti­on war es, mehr Bewusst­sein für die­ses wich­ti­ge The­ma bei allen Ver­kehrs­teil­neh­me­rn zu schaffen. Leider hielten 36 Prozent der Kfz-Lenker den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern bei Tempo 50 nicht ein.

Abstand ist überlebenswichtig

Auffallend bei der Messaktion war, dass die Überholabstände auf der 300 Meter langen Teststrecke gleich nach dem Kreisverkehr deutlich geringer waren als in die Gegenrichtung. Die Dr. Karl Renner Straße führt nach dem Kreisverkehr leicht bergab. Hier haben bei 30 Messungen nur 50 Prozent den Überholabstand eingehalten. Das niedrigste Messergebnis lag bei 0,6 Metern. „Radfahrer haben keine Knautschzone und spüren den überholenden Verkehr hautnah. Überholen Sie daher bitte mit Rücksicht durch Abstand. Vorausschauend fahren und bei Gegenverkehr nicht überholen sind dabei überlebenswichtig“, sagte Robert Stögner von der FahrRad Beratung OÖ.


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