Lukas Kaufmann ist heiß auf die nächsten Rennen

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Thomas Lettner Tips Redaktion Thomas Lettner, 03.07.2022 20:00 Uhr

KRONSTORF. Extremsportler Lukas Kaufmann hat heuer schon wieder einige Kilometer und Höhenmeter auf dem Mountainbike und dem Rennrad hinter sich. Was seine großen Ziele in dieser Saison sind, verriet er Tips im Interview.

Tips: Welche Rennen und Challenges bist du heuer schon gefahren?

Kaufmann: Ganz am Anfang der Saison bin ich das Andalucia Bike Race in Spanien gefahren. Das war ein richtig cooles Etappenrennen, wo wir sechs Tage hintereinander täglich einen Marathon gefahren sind. Ende Februar konnten wir schon in kurzärmeligen T-Shirts und kurzen Hosen fahren. Zuhause bin ich da noch Schitouren gegangen. Dann habe ich eine Zeitlang nur trainiert. In den Osterferien bin ich in Kroatien das 4 Islands gefahren. Das ist ein wunderschönes Etappenrennen auf den Inseln Krk, Rab, Cres und Lošinj. Dort ging es mir nicht ganz so gut wie in Andalusien. In den vergangenen Wochen bin ich den Granitmarathon in Kleinzell, den Ortlerbike Marathon in Südtirol und die Marathon-Europameisterschaft in Tschechien gefahren. Dort bin ich 46. von über 120 Startern in der Eliteklasse geworden. Vor kurzem war ich in Schladming bei der Alpentour am Start, wo ich 19. und drittbester Österreicher wurde. Das war heuer das beste Rennen, das ich gefahren bin.

Tips: Du bist in der Form deines Lebens. Wie äußert sich das?

Kaufmann: Ich habe am Rad Garmin-Wattpedale. Die Pedale senden dem Computer, wie viele Watt ich trete. Momentan trete ich sehr viele Watt, habe aber trotzdem noch einen sehr niedrigen Puls. Das ist das, was zählt, wenn man lange bergauf fährt.

Tips: Voriges Jahr bist du einige Male Vierter geworden. Wird sich das heuer ändern?

Kaufmann: Ja, beim Race Across the Alps, beim Race Around Austria, bei der Salzkammergut Trophy und beim Kitzbüheler Radmarathon bin ich Vierter geworden. Ich werde schauen, dass ich die Vierer zu Einsern umwandle im idealen Fall (lacht) oder dass es zumindest für die ersten Drei reicht. Ein vierter Platz ist schon immer ein bisschen undankbar, wobei man im Großen und Ganzen immer schauen muss, wie man mit seiner Leistung zufrieden ist. Letztes Jahr war ich auch mit einigen vierten Plätzen sehr glücklich. Ich bin aber guter Dinge, dass es heuer noch besser läuft.

Tips: Was sind deine nächsten Bewerbe?

Kaufmann: Am 10. Juli fahre ich wieder beim Kitzbüheler Radmarathon mit. Das ist ein Rennrad-Langstreckenrennen mit 213 Kilometern und 4.500 Höhenmetern, das es seit vorigem Jahr gibt. Der Start ist direkt in Kitzbühel um 6 Uhr in der Früh. Das Ziel ist am Kitzbüheler Horn. Eine Woche später kommt mein großes Highlight – die Salzkammergut Trophy in Bad Goisern. Dort fahre ich heuer schon zum achten Mal die A-Strecke mit 213 Kilometern und knapp über 7.000 Höhenmetern. Ich werde versuchen, ein gutes Ergebnis einzufahren.

Tips: Hast du beim Training oder technisch beim Fahrrad etwas umgestellt?

Kaufmann: Dank meiner Sponsoren kann ich mich immer besser rein auf das Training konzentrieren und muss mich nicht so sehr mit anderen Dingen beschäftigen. Nach dem Winter habe ich etwas an Gewicht verloren. Dadurch fällt mir das Bergauffahren leichter. Beim Fahrrad ist alles gleichgeblieben. Ich habe mir nur vor kurzem eine neue superleichte Federgabel gekauft, weil die alte nicht mehr so gut funktioniert hat. In Schladming hatte ich sie zum ersten Mal im Einsatz.

Tips: Im Oktober fliegst du mit Freunden nach Nepal und wanderst auf den Mera Peak, einen Sechstausender. Wird das dein Training positiv beeinflussen?

Kaufmann: Ich bin in Nepal mit einer Naturfreunde-Organisation aus Pucking unterwegs. Ich wollte so etwas schon immer einmal machen, weil ich sehr gerne in den Bergen bin und mich dort sehr wohl fühle. Am Ende der Saison sehe ich diese Tour als kleine Belohnung für mich selber. Ich werde versuchen, die Landschaft und die Leute dort in mich aufzusaugen. Trainingstechnisch wird es mir sicher etwas bringen. Dazulernen tut man immer, egal wo man ist. Ich werde mit vielen roten Blutkörperchen im Blut zurückkommen, weil es wie ein Höhentrainingslager wirkt. Für das Rennfahren bringt es mir aber nichts, weil dann keine Bewerbe mehr stattfinden.

Tips: Hast du im Winter wieder Challenges für den sozialen Zweck geplant?

Kaufmann: Ich möchte wieder den 24 Stunden-Stauseelauf in Kronstorf machen. Der wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Wenn ich auch noch dazu beitragen kann, dass Kindern in Kronstorf, denen es nicht so gut geht wie uns, geholfen wird, macht mir das umso mehr Spaß. Beim ersten Mal im Jahr 2020 bin ich 180 Kilometer gelaufen und letztes Jahr 190. Wenn ich heuer 200 Kilometer schaffe, kann es sein, dass ich den Lauf einmal aussetze oder als Staffellauf weiterführe, weil die 24 Stunden-Läufe für den Körper sehr anstrengend sind. Mir geht es danach ein paar Tage richtig schlecht.

Tips: Gibt es etwas, dass du unseren Lesern mitteilen möchtest?

Kaufmann: Ich bin bei Mountainbike-Rennen immer wieder auf der Suche nach Betreuern. Ihre Aufgabe wäre, mich während der Rennen zu verpflegen und mir eine Trinkflasche zu reichen. Für die Helfer entstehen natürlich keine Kosten. Wer sportbegeistert und gerne in der Natur ist, kann sich gerne bei mir melden.

Kontakt: lukas@lukas-kaufmann.com / 0677/62331660

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