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ENNS. Schon im November vergangenen Jahres, präsentierte Max Homolka, Geschäftsführer der Tourismus- und Stadtmarketing GmbH (TSE), das Konzept der Pop-Up-Stores. Nun sind die Vorbereitungen abgeschlossen und die Finanzierung auf Schiene gebracht. Tips bat Homolka zum Gespräch.

TSE-Geschäftsführer Max Homolka
TSE-Geschäftsführer Max Homolka

Tips:Worum genau handelt es sich bei den Pop-Up-Stores?

Homolka: Pop-Up-Stores sind kurzfristige und provisorische Einzelhandelsgeschäfte, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden. In Österreich ist gerade ein großer Anstieg dieser Pop-Up-Stores zu verzeichnen, sie liegen voll im Trend.

Tips:Wie kamen Sie auf die Idee, dieses Projekt in Enns zu starten?

Homolka: Der Stadtgemeinde Enns unter Bürgermeister Stefan Karlinger, dem Eennser Wirtschaftsverein und dem Tourismusverband Enns liegt die Innenstadt sehr am Herzen. Momentan haben beinahe alle Innenstädte das gleiche Problem: einen viel zu hohen Leerstandsanteil. Wir haben uns viele Innenstadtbelebungskonzepte angesehen und keines gefunden, das unserer Meinung nach funktioniert und auch leistbar ist. Da ich selbst Gesellschafter einer Linzer Kunstgalerie bin, die als Pop-Up-Store begonnen hat, weiß ich um die Vorteile dieser Betreiberart. Der EWV und die TSE hatten dann die Idee diesbezüglich ein Konzept zu erarbeiten und Pop-Up-Stores im größeren Stil in Enns umzusetzen.

Tips:Wo sehen Sie die Vorteile?

Homolka: Man muss dafür die Sichtweise aller Beteiligten einnehmen. Die Mieter haben den Vorteil, ohne größeres Investment und Risiko ihre Geschäftsidee ausprobieren zu können. Wenn sie merken, dass es funktioniert, können Sie den Regelbetrieb aufnehmen. Die Vermieter haben den Vorteil, Mieteinnahmen zu generieren, statt für einen Leerstand monatlich zu bezahlen. Weiteres lernen sie potentielle langfristige Mieter kennen und durch das Marketing wird der Fokus auf ihrem Leerstand gelenkt. Die Wahrscheinlichkeit, einen langfristigen Mieter zu finden steigt enorm. Bestehende Geschäftslokale haben den Vorteil, einer höheren Frequenz in der Innenstadt, das bringt neue Kunden. Neues Potenzial für Stammkundschaft kommt in die Stadt.

Tips:Wie kann man sich die Umsetzung vorstellen?

Homolka: Wir haben schon einige Interessenten auf Mieter- sowie Vermieterseite. Der Vermieter teilt der TSE mit, zu welchen Konditionen er vermieten will, die TSE setzt sein Angebot auf eine eigens erstellte Homepage und die Mieter können ihr Wunschlokal zum Wunschtermin buchen. Die Abwicklung wird zum größten Teil über die TSE laufen. Für Vermieter und Mieter soll es so einfach wie möglich sein. Eine Geschäftsgrundausstattung, sowie Marketingmöglichkeiten sind inklusive. Durch die gute Vernetzung der TSE wird der neue Pop-Up-Store innerhalb kürzester Zeit in der Region bekannt.

Tips:Wo liegt der Mehrwert für Enns?

Homolka: Eine belebte Innenstadt mit funktionierender Wirtschaft hat für alle einen Mehrwert. Für die Bewohner, für die Touristen und die Geschäftsleute.

Tips:Wie tief muss in die Tasche gegriffen werden?

Homolka: Die TSE konnte mit Hilfe der Leader Region Linz-Land Fördergelder für dieses Projekt akquirieren. Insgesamt werden 40 Prozent der Gesamtkosten vom Land Oberösterreich und von der EU gefördert. Der Rest wird durch die Stadtgemeinde, die TSE, den Tourismusverband und dem EWV finanziert. Die Betreiber der Pop-Up-Stores haben unter anderem den Vorteil, dass sie bei Miete, Einrichtung und Marketing sehr viel Geld einsparen. Das sind genau die Kostenpositionen, die bei einer Geschäftsgründung am teuersten kommen und einen Start in die Selbstständigkeit schwierig machen


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Gastuser
Gastuser
01.03.2017 19:24

Irrglaube

Die Pop-Up Stores mögen im Trend liegen aber es ist keinesfalls eine dauerhafte Belebung für eine Stadt. Dazu gehört wesentlich mehr um die Attraktivität als Einkaufsstadt zu fördern. Dazu kommt, dass diese Maßnahmen extrem unfair gegenüber den alteingesessenen Handelsbetrieben ist die auch in den schwachen Saisonen für die Anwohner da sind. Pop-Up Stores nutzen die saisonal und touristisch attraktiven Zeiten und ziehen dann wieder ab - fragen Sie einfach die Parteifreunde in Wels.

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Gastuser
Gastuser
24.02.2017 13:54

Sauber Homie!

..weiter so!