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ENNS. Kommentar zum Artikel: Zustand der Ennser Fabrikstraße sorgt für Diskussionsstoff.

Nicht immer sind politische Ent­scheidungen für die Bevölkerung klar nachvollziehbar und bieten häufig großen Diskussionsstoff, der beizeiten nahtlos in rasendes Un­verständnis übergeht. Mal gerecht­fertigt, mal nicht. Was man dabei allerdings nicht vergessen darf ist, dass Politiker in erster Linie das große Ganze im Auge haben (zu­mindest sollten sie das) und in der Regel für das Wohl der Allgemein­heit arbeiten. Auch nicht vergessen sollte man, dass vor allem Kommu­nalpolitiker ihr Amt ehrenamtlich ausüben und somit ihre Energie unentgeltlich für die Stadt und die Bürger einsetzen. Ob da dann auch immer etwas Gescheites dabei herauskommt, ist eine ganz andere Frage – der Wille, für die Gemeinschaft tätig zu sein muss aber vorhanden sein, ansonsten würde man sich den Gegenwind, dem man als Politiker oft ausge­setzt ist, getrost ersparen. Und der kommt, gerade in Zeiten, in denen große Entscheidungen anfallen, oft von allen Seiten dahergeweht.

Feedback

Da braucht es schon eine dicke Haut, um das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren. Was sich jetzt vielleicht wie ein Loblied auf alle Politiker anhört – das ist es definitiv nicht – ist lediglich der Versuch, das Positive in der Kommunalpolitik zu sehen. Denn hier herrscht in vielen Fällen noch der Wille vor, gemeinsam, also auch parteiüber­greifend, für die Allgemeinheit tätig zu sein, was man auf Bundesebene schmerzlich vermisst. Und dennoch ist es gut, wünschenswert und notwendig, als Bürger auf Miss­stände aufmerksam zu machen, Entscheidungen zu hinterfragen und wenn nötig zu kritisieren, weil nur dadurch ein reger Informations­austausch gewährleistet ist und die Politik so direktes Feedback von der Bevölkerung erhält.


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