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ENNS. Im September vergangenen Jahres verdreifachte Mode Schmid – Damen- und Herrenmode nach elf Jahren in der Ennser Innenstadt die Verkaufsfläche und siedelte in die Dragonerstraße. Ob das Geschäft so gut läuft, wie es aussieht und was Ingrid und Werner Schmid in der Linzerstraße geplant haben, darüber sprechen die beiden im Interview.

Foto: privat
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Tips: Bei einer solchen Investition spielt auch immer ein Risiko mit. Kann man heute sagen, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist, sich so zu vergrößern?

I. Schmid: Definitiv ja. Und kein Quadratmeter ist zu viel, obwohl die Verkaufsfläche fast dreimal so groß ist wie zuvor.

Tips:Was bedeutet das in Zahlen?

W. Schmid: Wir haben uns beide eine Steigerung von zehn Prozent erhofft. Heimlich habe ich mir gedacht, 15 Prozent wären unglaublich. Seit der Eröffnung – und da zähle ich den September gar nicht mit – haben wir eine Steigerung von 32 Prozent zu verzeichnen. Das ist völlig unüblich in der Branche. Alleine in den ersten vier Monaten haben wir über 300 Neukunden in die Kartei aufgenommen. Das hätten wir so nicht erwartet.

Tips:Gibt es auch Kunden, die jetzt nicht mehr kommen?

W. Schmid: Bis auf einige wenige durften wir alle wieder begrüßen. Und auch der Trend, jeden Tag mindestens einen Neukunden willkommen zu heißen, setzt sich am neuen Standort fort.

Tips: Also hat sich auch Enns als Standort für Sie ausgezahlt?

W. Schmid: Auf jeden Fall. Wir sind vor elf Jahren mit zwei Mitarbeitern nach Enns gekommen; heute sind wir 15. Die Autobahnnähe, die strategische Lage – für uns ist Enns als Standort der Hammer. Auch aus einem Umkreis von 50 Kilometern haben wir enorm starken Zuspruch.

Tips:Worauf führen Sie Ihren Erfolg zurück?

I. Schmid: Man muss täglich seine Hausaufgaben machen und selbstkritisch an die Fehlersuche herangehen, falls einmal etwas nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen. Ebenso wichtig ist ein kompetentes Team mit der richtigen Einstellung.

Tips:Was ist der Anspruch von Mode Schmid in einem Satz?

I. Schmid: Das ist unmöglich, aber ich werde es versuchen (lacht): Unser Anspruch ist es, nicht nur Bekleidung, sondern trendorientierte, typgerechte und qualitativ hochwertige Mode zu präsentieren.

Tips:Gilt das auch für das geplante Geschäft in der Linzerstraße?

W. Schmid: In gewisser Weise, aber anders: in der Linzerstraße 10 werden wir ab Anfang September zeitgemäße Mode für die Frau und zusätzlich Mode für die Ansprüche von Seniorinnen anbieten; etwas entschärft vom Modegrad, in top Qualität und sehr günstigen Preislagen. Die Kundinnen werden überrascht sein.

Tips:Was war die Motivation?

I. Schmid: Seit wir in Enns sind, haben wir von diesen Zielgruppen die Botschaft erhalten, dass es für sie kaum ein Angebot gibt. Als Händler ist man ja in gewisser Weise auch den Bedürfnissen der Menschen vor Ort verpflichtet. Und das wollen wir jetzt umsetzen. Gerade bei älteren Menschen ist es ja oft so, dass sie nicht schnell irgendwo hinfahren können, um einzukaufen.

Tips:Wird das Geschäft unter dem Namen Schmid laufen?

W. Schmid: Nein. Das Geschäft wird mit Mode Schmid nichts zu tun haben; es wird völlig eigenständig geführt. Der Name bleibt aber vorerst noch ein Geheimnis.


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