EU-Gemeinderat Stefan Bauer klärt auf, warum es wichtig ist zu wählen
ENNS. Was genau sind EU-Gemeinderäte, was machen sie und was haben eigentlich Gemeinden mit der EU zu tun? Fragen, auf die EU-Gemeinderat Stefan Bauer im Interview zu antworten weiß.

Tips:Wie wird man EU-Gemeinderat und was sind ihre Aufgaben?
Bauer: Ein EU-Gemeinderat meldet sich und wird dann vom Bürgermeister nominiert, haben aber nichts mit der EU-Wahl an sich zu tun. Sie sind in erster Linie Ansprechpartner für die Bürger in den Gemeinden, wenn es um Fragen zur Europäischen Union geht. Die Kernaufgabe der EU-Gemeinderäte sehe ich aber vor allem darin, den Bürgern die Skepsis zu nehmen, mit der die EU momentan von vielen Menschen beäugt wird.
Tips:Wofür steht für Sie die EU?
Bauer: Für Frieden, Gemeinsamkeit und Solidarität sowie für eine starke Wirtschaft.
Tips:Und inwiefern betrifft uns das in der Region bzw. wo spüren wir die EU?
Bauer: Da ich aus dem Gesundheitswesen komme, hierzu ein kleines Beispiel: Unter anderem greift die EU massiv in die Gesundheitspolitik ein, sie bestimmt welche Medikamente zugelassen werden oder erleichtert Reisenden mit der europäischen Versicherungskarte, sich in der EU überall behandeln zu lassen. Durch die EU haben wir außerdem die Möglichkeit, einen Vergleich mit anderen EU-Staaten aufzustellen. Wie wird die Pflegearbeit in Skandinavien betrieben? Wie sehen dort die Ausbildungen aus? Natürlich ginge das auch zu einem gewissen Grad ohne EU, aber nicht in diesem Ausmaß und nicht auf so einfache Weise. Vergessen darf man auch nicht, dass die EU in die Regionen investiert. Letzten Endes geht es darum, sich gegenseitig zu stärken.
Tips:Wie würden sie die Bevölkerung motivieren, um bei der EU-Wahl auch wählen zu gehen?
Bauer: Aufgrund der großen Einflussnahme der EU auf die Mitgliedsstaaten, muss sich jeder darüber im Klaren sein, dass die eigene Stimme bei der EU-Wahl mehr bewirkt, als bei der Nationalratswahl. Außerdem sollte man sich immer vor Augen führen, dass der lange Frieden in Europa in erster Linie der EU zu verdanken ist.


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