Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Leserartikel Julia Karner, 01.03.2021 10:23

ST. VALENTIN/NÖ. Die SPÖ NÖ, allen voran mit Umweltsprecherin und St. Valentins Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, bringt Resolutionsanträge zum NÖ Klima- und Energiefahrplan 2020 bis 2030 ein. Maßnahmen zur Steigerung der Mehrwegquote von Gebinden aus Kunststoffen und Metallen und Aufklärungs-, Informations- und Sensibilisierungskampagnen des Landes Niederösterreich zum Klimaschutz sind dringend notwendig.

Umweltsprecherin der SPÖ NÖ Kerstin Suchan-Mayr (Foto: SPÖ NÖ)
Umweltsprecherin der SPÖ NÖ Kerstin Suchan-Mayr (Foto: SPÖ NÖ)

Im Jahr 2019 wurde der NÖ Klima- und Energiefahrplan 2020 bis 2030 von Landesregierung und Landtag beschlossen. Nun werden konkrete Umsetzungsschritte in der Periode bis 2025 wie etwa der Ausbau von effektivem Hochwasserschutz entlang von Fließgewässern oder die Forcierung von erneuerbarem Strom in den Gemeinden gesetzt.

„Es ist noch Luft nach oben“

Die Umweltsprecherin der SPÖ NÖ, Kerstin Suchan-Mayr gibt sich mit den geplanten Initiativen nicht zufrieden: „Wir unterstützen das Klima- und Energieprogramm des Landes, bringen jedoch zusätzlich Resolutionsanträge ein, weil wir der Meinung sind, dass wir insbesondere bei der Abfallvermeidung und -behandlung noch viel Luft nach oben haben. Es muss das Gebot der Stunde sein, sich von der Wegwerfgesellschaft zu verabschieden, Gebrauchsgegenstände wiederzuverwenden und eine gute Kreislaufwirtschaft in unserem Bundesland zu leben. Zum einen braucht es endlich Maßnahmen zur Steigerung der Mehrwegquote von Gebinden aus Kunststoffen und Metallen. Wir verlangen eine verbindliche Quote in Supermärkten von Mehrweggebinden ab 2023 von 25 Prozent und ab 2030 von 55 Prozent, die Einhebung von Einwegpfand in der Höhe von 25 Cent sowie eine ökologisch gestaffelte Herstellerabgabe für Plastikverpackungen in der Höhe von 80 Cent pro Kilo in Verkehr gebrachter Verpackungen. Und zum anderen braucht es unbedingt eine Aufklärungs-, Informations- und Sensibilisierungskampagnen des Landes Niederösterreich zum Klimaschutz, sodass jeder Niederösterreicher für sich selbst weiß, wie er im kleinen Kreis zu Hause etwas zum Klimaschutz beitragen kann. Wir denken hier an Schulungen, Workshops, Ausstellungen oder Präsentationen im Rahmen von Messen.“

Abfallkonzept auch bei Veranstaltungen

Abschließend betonte Suchan-Mayr, dass man bei Veranstaltungen ab einer gewissen Größe beziehungsweise auf Landeseigentum auf verpflichtende Abfallwirtschaftskonzepte und zur Verwendung von Mehrweggeschirr drängt: „Dieser Antrag hat ganz klar die Abfallvermeidung zum Ziel. Bei vielen Veranstaltungen bleiben wahre Plastik-Berge über, welche unheimlich schädlich für unsere Kreislaufwirtschaft sind. Der schonende Umgang mit unseren Ressourcen wird in Zukunft immer weiter in den Fokus unserer Bemühungen rücken. Deshalb müssen wir schon heute damit beginnen, die politische Weichen so zu stellen, dass bereits bei der Produktion von Waren der Umweltaspekt mitgedacht wird. Wir haben nur eine Erde und wir sollten tunlichst danach trachten, diese so gesund wie nur möglich zu erhalten.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden