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Bauernbund und Landwirtschaftskammer erarbeiten das Klimaprogramm 2030

Leserartikel Julia Karner, 15.04.2021 08:44

ST. FLORIAN. Österreichs Bauernfamilien sind Wegbereiter – der Schutz von biologischer Vielfalt und des Klimas ist nur mit ihnen möglich. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben der Österreichische Bauernbund und die Landwirtschaftskammern das Biodiversitäts- und Klimaprogramm 2030 erarbeitet. Martin Huber bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb in St. Florian und ist überzeugt, dass die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt ist.

Blühende Biodiversitätsfläche am Betrieb Huber (Foto: privat)
Blühende Biodiversitätsfläche am Betrieb Huber (Foto: privat)

Um Biodiversität und Klima auch künftig zu schützen – und die Bauern als Teil der Lösung zu verankern – haben der Österreichische Bauernbund und die Landwirtschaftskammern ein „Biodiversitäts- und Klimaprogramm 2030“ erarbeitet. Die Schwerpunktthemen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Energie, Jagd und Fischerei wurden und werden dabei im März und April in den Fokus gerückt. Wie sehr die Bauern Biodiversität leben, zeigt der OÖ Bauernbund mit Beispielen aus der Praxis. „Biodiversität und Landwirtschaft geht nur Hand in Hand. Wir brauchen die Vielfalt der Natur und mit unserer nachhaltigen Bewirtschaftung erhalten wir diese Vielfalt auch für unsere Kinder und Enkelkinder. Wenn wir Lösungen und Zukunftswege in puncto biologischer Vielfalt oder Nutzung von Kulturlandschaften wollen, müssen wir mit den Bauern reden“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann Johannes Gruber. Er hat kürzlich den Betrieb von Martin Huber in St. Florian besucht.

Ackerbaubetrieb St. Florian

Martin Huber bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb in St. Florian. Er baut auf seinen Ackerflächen neben Winterweizen, Sojabohne, Wintergerste, Zuckerrüben, Körnermais, Ölkürbis und Winterkümmel auch Biodiversitätsflächen (Blühflächen) an. Zwischen den Hauptfrüchten wird, wenn möglich, eine Zwischenfrucht für den Humusaufbau und Erosionsschutz angelegt. Auf seine abwechslungsreiche Fruchtfolge ist er sehr stolz, wie er sagt. Böschungen und Biodiversitätsflächen werden bewusst sehr spät und schonend gepflegt, damit die Vielfalt an Insekten auch ihren Lebensraum haben. Auf seinen Streuobstwiesen stehen alte mächtige Obstbäume, die in den nächsten Tagen zu blühen beginnen und viele Bienen anlocken werden. Am Rand der Streuobstwiese befindet sich ein kleiner Steinhaufen, bewusst angelegt, um als Lebensraum für manche Kleintiere zu dienen. Idyllisch fließt der Grünbrunnerbach vorbei, umgeben von naturbelassener Ufervegetation. Die Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt ist Martin Huber überzeugt. Als Ortsbauernobmann war er Mitinitiator des Projektes Erosionsschutzstreifen, dass von der Marktgemeinde St. Florian seit 2019 unterstützt wird, und so an vielen neuralgischen Stellen wertvolle Flächen für Insekten entstanden sind.


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