Neue Impulse für die Innenstadt
Enns.Im Oktober 2023 besuchten Studenten der Fachhochschule Kärnten die älteste Stadt Österreichs. Sie erkundeten die Stadt und luden zu Gesprächen ein. Bürger aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen hatten die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu äußern.

„Die Ennser wollen ihre Stadt wieder zurück“, das war der Tenor der zweitägigen Ideenwerkstatt im Herbst 2023. Die Gestaltung des Hauptplatzes, die Verbesserung der Verkehrssituation und die Belebung der Altstadt ist für viele Ennser ein Thema. Das Interesse war groß, als die Kärntner Studenten ihre Arbeit am Samstag, 27. Jänner in einem aufgelassenen Geschäftslokal präsentierten. Aktuell wird der historische Hauptplatz hauptsächlich als Parkplatz genutzt, das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt ist vielen Ennsern ein Dorn im Auge. In einem schrittweisen Prozess stellt man sich eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt vor. Der öffentliche Nahverkehr soll mit einem Shuttlebussystem neu organisiert werden. Parkplätze sollen schrittweise nach außen verlegt werden und der Verkehr mittels Einbahnsystem durch die Stadt geleitet werden, um den Durchzugsverkehr in Zukunft vom Hauptplatz fernzuhalten.
Klimafitte Innenstadt
Der Klimawandel macht auch vor der Ennser Altstadt nicht halt, die von versiegelten Flächen dominiert wird. Um die Stadt für Bewohner und Besucher attraktiv zu machen, soll mit einer schrittweisen Entsiegelung begonnen werden und mehr Grün geschaffen werden, die das Stadtklima in den heißen Sommermonaten positiv beeinflussen. In einer ersten Phase können temporäre Grünflächen geschaffen werden, die nach und nach in permanent bepflanzte Zonen umgewandelt werden. Stadtrat Gunnar Fosen von der ÖVP war vor allem von der Beteiligung der Bürger und auch von der engagierten Umsetzung der Studentenarbeit angetan. Sorge bereitet ihm noch die finanzielle Umsetzung der Ideen. Auch Bürgermeister Christian Deleja-Hotko von der SPÖ war von der Bürgerbeteiligung begeistert: „Mir war es wichtig, dass wir die ganze Bevölkerung und auch die Gewerbebetriebe mit ihren Ideen einbeziehen und ein tragfähiges Grundkonzept entwickeln.“


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