Ortschef tauschte Amtsstube gegen Fußballtrikot
ESCHENAU. Wenn die rot-weiß-rote Dress sitzt, die roten Stutzen hochgezogen, die Mascherl der „ledernen Patschen“ zurechtgezupft wurden und er gemeinsam mit zehn weiteren Kollegen den grünen Rasen betritt, wird aus dem Eschenauer Ortschef Hannes Humer für zwei Halbzeiten ein Fußballnationalspieler im Mittelfeld.

Während Alaba und Co in Frankreich um das runde Leder kämpfen, hatte Hannes Humer bereits ein „Leiberl“ und debütierte im rot-weiß-roten Dress der Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister. Im Rahmen der dritten Europameisterschaft von 16. bis 21. Mai in Tschechien, lief der Eschenauer das erste Mal im Bürgermeister-Team auf. Auch wenn es für die Ortschefs am Ende nur für Platz acht von zwölf Mannschaften reichte, kamen „Cordoba“-Gefühle auf, als die Elf erstmals gegen Deutschland als Sieger vom Platz ging. Auch der Eschenauer Kicker hatte das Glück am Fuß und erzielte gegen Kroatien einen Treffer. Europameister wurde die Slowakei.Auch wenn es nicht zum EM-Titel reichte, durfte sich das Team über den Anerkennungspreis für die sympathischste und reifeste Mannschaft (das Durchschnittsalter des Teams beträgt 53 Jahre, Anm.) freuen. Hannes Humer ist mit 28 Jahren der Jüngste im Team. Parallelen zwischem grünem Rasen und Amtsstube gäbe es laut dem Eschenauer auf jeden Fall: „Wenn man etwas erreichen will, muss man vollen Einsatz zeigen. Außerdem gilt als Bürgermeister sowie auf dem Fußballfeld: gemeinsam ist man stärker, als Einzelkämpfer kommt man nicht weit“. Auch der Schiedsrichter musste so manches Mal eingreifen, denn „Bürgermeister verlieren nicht gerne, da kann schon mal ein Foul passieren“, sagt Humer schmunzelnd.
Nächster Einsatz
18. Juni, Tivoli Innsbruck Promi Fußballspiel im Rahmen des Integrations-Fußballturniers, 12 Uhr


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