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EURATSFELD. Veronika und Manfred Zeilinger führen gemeinsam den Mostheurigenbetrieb von Pollenberg. Der aktuelle Primus der Mostbarone ist stolz auf seine Familie, mit der er Most produziert, die Mostbuschenschank betreibt und Maststiere und Mastschweine groß zieht.

Veronika und Manfred Zeilinger mit ihren drei Töchtern Foto: schwarzkoenig.at
  1 / 10   Veronika und Manfred Zeilinger mit ihren drei Töchtern Foto: schwarzkoenig.at

Schon seit dem 14. Jahrhundert besteht der Bauernhof, den Veronika und Manfred Zeilinger nun als Mostbaronbetrieb führen. 1990 legten die Eltern Manfreds, Maria und Johann den Grundstein für den Betrieb des Mostheurigen. 2002 wurde der Hof an Veronika und Manfred übergeben. Für einen wirtschaftlich sicheren Betrieb, lohnt es sich aus Manfreds Sicht breit aufgestellt zu sein. Der landwirtschaftliche Betrieb steht deshalb auf mehreren Standbeinen.

Auf etwa zwei Hektar Fläche von seinen gesamten 20 Hektar stehen etwa 150 Obstbäume. Ein Gemisch aus Äpfeln, Birnen, Kriecherl und anderen Obstsorten stellt den Streuobstbestand des Betriebes dar. Daraus wird auch der eigene Most und Saft produziert. Beim Klauben des Obstes im Herbst hilft die ganze Familie zusammen. Dass Manfred Zeilinger das Handwerk der Mostherstellung versteht, bezeugen viele Auszeichnungen von der Ab Hof Messe in Wieselburg seit 2003.

Neben der Mostherstellung hält Manfred auch Maststiere und Mastschweine, deren Betreuung vorrangig in seinen Aufgabenbereich fällt.Auch die Herstellung der Schnäpse und Brände fällt in seine Zuständigkeit, wo er auch einmal alleine vor dem Brennkessel sitzt und nicht die gesamte Familie mit dieser Aufgabe beschäftigt ist.

Die Mostbuschenschank

Zentral für den Betrieb ist die traditionelle Mostbuschenschank, die vorwiegend von Veronika organisiert wird. Im Nichtraucherbetrieb werden die hofeigenen Produkte serviert. Das sind die verschiedenen Moste, die Säfte und das Schweinefleisch vom eigenen Hof, das zur Gänze im Heurigen den Eigenbedarf deckt. Für die Mostbuschenschank, in der wegen des traditionellen Gewerbes nur kalte Küche serviert werden darf, werden alle Produkte selbst hergestellt oder stammen zumindest aus der Region. So wird auch eigenes Brot und köstliche Mehlspeisen von der Hausherrin selbst gebacken. Das bunt gemischte Publikum besteht aus vielen Stammgästen, die besonders die ruhige Lage des Hofes und die beeindruckende Aussicht genießen. Für die Kinder sind ein abwechslungsreicher Spielplatz und ein kleiner Streichelzoo vorhanden.

Das Leben als Primus

Seit 9. April 2003 gehört Manfred Zeilinger zu den Mostbaronen und war somit einer von den ersten. Inzwischen haben sich die Mostbarone zu Kulturträgern und -vermittlern des Mostviertels entwickelt. Heuer ist Manfred Zeilinger deren Primus und ist damit das nach Aussen hin sichtbare Oberhaupt des Vereins. So wie auch in der eigenen Familie ist ihm das Zusammenhalten der Mostbaron-Gemeinschaft ein Anliegen. Auch ist es ihm wichtig, dass die Mostbarone für das Mostviertel stehen. „Wenn beim Wetterbericht in Ö3 Regen von Vorarlberg bis ins Mostviertel angekündigt wird, dann merkt man, dass man unsere Region jetzt kennt“, freut sich der Mostbaron.


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