Notzelt für 1000 Flüchtlinge im Bezirk Schärding
BEZIRK SCHÄRDING. Aufgrund des enormen Zustroms an Flüchtlingen in den vergangenen Tagen werden neue Maßnahmen gesetzt.

In der vergangenen Nacht kamen erneut 6500 Menschen im Innviertel an. Die meisten wollen nach Deutschland. Da dort aber stündlich nur 50 Flüchtlinge registriert werden, kommt es auf österreichischer Seite, insbesondere auch im Bezirk Schärding immer wieder zu einem Rückstau.
Notzelt geplant
1,5 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, östlich von Passau ist ein Notzelt für 1000 Flüchtlinge geplant. Der genaue Standort und wann genau das Zelt aufgebaut wird, könne laut Polizeisprecherin Simone Mayr noch nicht gesagt werden. Diese Notunterkunft soll vor allem verhindern, dass die zahlreichen Flüchtlinge im Freien übernachten müssen. Wie lange es stehen wird, kann noch nicht gesagt werden. „Je nachdem wie sich die Situation entwickelt. Wir rechnen nun täglich mit tausenden von Leuten. Wenn sich dieses Projekt bewährt, wird es länger stehen gelassen“, erklärt Mayr. Betreut werden die Menschen vom Roten Kreuz.
Herausforderung für die Stadt Passau
Durch die große Zahl an Flüchtlingen, die täglich an der deutschen Grenze ankommen, stellt besonders die Stadt Passau vor besondere Herausforderungen. Am vergangenen Sonntag wurden innerhalb weniger Stunden 2000 Flüchtlinge in der Stadt aufgegriffen. Oberbürgermeister Jürgen Dupper kritisiert auf der Facebook-Seite der Stadt Passau das Vorgehen Österreichs: „Die Flüchtlinge wurden in Österreich ohne vorherige Ankündigung mit Bussen bis an die Grenze gefahren. Die Stadt Passau stellte für die Nacht zusätzlich zum Zelt auf dem Messeplatz, das Platz für 200 Menschen bietet, die Dreiländerhalle zur Verfügung, um eine drohend Übernachtung der Menschen im Freien zu vermeiden. Mit der hohen Kunst der Improvisation konnte den Flüchtlingen so ein Dach über dem Kopf mit Essen und Getränken sowie Decken und Matten kurzfristig organisiert werden. Hier verbrachten letztendlich rund 1.600 Flüchtlinge die Nacht.“


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