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FREINBERG. Nachdem zwei junge Baumfalken aufgrund der Fällung eines Horstbaumes in Freinberg aus ihrem Nest gefallen waren, wurde diese vom Naturschutzbund aufgepäppelt und großgezogen. Jetzt durfte der überlebende Baumfalke „Fluggs“ in die Freiheit entlassen werden und seine Reise ins Winterquartier nach Afrika antreten.

Michael Piroth und "Fluggs", der seine Reise ins Winterquartier nach Afrika antrat.
  1 / 5   Michael Piroth und "Fluggs", der seine Reise ins Winterquartier nach Afrika antrat.

Der Baumfalke „Fluggs“ und sein Geschwister sind durch die unabsichtliche Fällung eines Horstbaumes in Freinberg zu Waisen geworden. Vom Jungbauern Josef Tomandl wurden die zwei verunglückten „Flaumknäuel“ auf dem Waldboden wahrgenommen. Über Erkundung von Altbürgermeister Johann Schachner bei Bürgermeister Anton Pretzl wurde Walter Christl als Ersthelfer eingeschaltet. Die beiden „Flaumknäuel“ wurden in den folgenden Tagen in die Greifvogelstation des Naturschutzbundes überstellt. Mit dem Wachsen der Federn konnte die Vogelart sicher bestimmt werden – es sind Baumfalken. Leider verstarb das sichtlich schwächer entwickelte Geschwister nach einigen Tagen.

Ins Winterquartier nach Afrika

Der stärkere Pflegling „Fluggs“ entwickelte sich bis Anfang September zur Erwachsenenreife. Die Kondition wurde mit über 280 Gramm Körpergewicht erreicht. Die Freisetzung in die Natur im Gebiet der Geburt in der Gemeinde Freinberg konnte mit 15. September zum Flug von „Fluggs“ in das Winterquartier südlich des Äquators zeitlich günstig vorgenommen werden.

Steckbrief Baumfalke

Kleinster Falke in Mitteleuropa; Körperbau ist für den Beuteflug auf Libellen, große Käfer sowie auf Kleinvögel bis zu Schwalben und Mauersegler ausgerichtet. Wegen Körperbau, Gefiederfärbung und rasanten Flug auf Beute in der Luft, auch der kleine Bruder des Wanderfalken genannt. Körpergewicht: Männchen ca. 175–220 Gramm, Weibchen ca. 185–285 Gramm;In die Brutgebiete in Europa fliegen sie im Laufe des Monats Mai ein. Baumfalken bauen keine Nester und besetzen zur Brut vornehmlich die Nester von Rabenkrähen als Folgenutzer.


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