Fest der Volkskultur in Bad Zell setzt auf Nachhaltigkeit
BAD ZELL. Erstmals wird das Fest der Volkskultur heuer als Green Event durchgeführt. Neben Musik, Brauchtum und Tradition stehen von Freitag, 18., bis Sonntag, 20. September, in Bad Zell klimafreundliche Mobilität, regionale Produkte und nachhaltige Reginalentwicklung im Mittelpunkt.

Bereits bei der Anreise wird auf Nachhaltigkeit gesetzt. Gemeinsam mit der OÖ Verkehrsholding werden Sonderbusverbindungen aus Linz, Perg und Pregarten angeboten. Im Ort verbindet ein kostenloser E-Bummelzug die Arena mit dem Ortszentrum. Für Radfahrer stehen beim Festgelände Fahrradparkplätze mit Ladestationen für E-Bikes zur Verfügung.
Mit dem Rad zum Fest
Am Samstag und Sonntag lädt zudem die Aktion „Mit dem Rad zum Fest“ zur gemeinsamen Anreise ein. Radgruppen können ein Foto ihrer Gruppe einsenden. Die größte Gruppe wird mit einem Getränkegutschein belohnt.
Regionalität und Klimaschutz
Auch bei der Verpflegung spielt Regionalität eine wichtige Rolle. Gastronomiebetriebe, Vereine und Direktvermarkter bieten entlang der Festmeile Spezialitäten aus dem Mühlviertel an. Damit sollen regionale Wertschöpfung und kurze Transportwege unterstützt werden.
Am Sonntag, 20. September, stehen außerdem Klimaanpassung und nachhaltige Regionalentwicklung im Mittelpunkt. Im Rahmen des länderübergreifenden Interreg-Projekts „DeKLARed AdaptRegions“ präsentieren die Initiative KLAR!, die Mühlviertler Alm, die südböhmische Regionalentwicklungsagentur RERA und das Klimabündnis Oberösterreich Projekte aus Österreich und Tschechien.
Themen sind unter anderem Klimaanpassung, Natur- und Denkmalschutz sowie Wasserrückhalt in der Landschaft. Besucher können sich über die Projekte informieren und mit Experten austauschen.
Wissenschaftliche Begleitung
Begleitet wird das Green Event auch wissenschaftlich. Der Bad Zeller Leopold Kern von der Universität für Bodenkultur Wien untersucht im Rahmen seiner Bachelorarbeit unter anderem, wie Besucher zur klimafreundlichen Anreise bewegt werden können. Im Fokus steht dabei die sogenannte „letzte Meile“ zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Veranstaltungsort.
Großveranstaltung schließt nachhaltiges Handeln nicht aus
„Wir möchten mit dem Fest der Volkskultur zeigen, dass sich eine große Kulturveranstaltung und nachhaltiges Handeln nicht ausschließen. Im Gegenteil: Unser Ziel ist es, Vorbild für ähnliche Veranstaltungen in der Region zu sein“, sagt Hans Hinterreiter, Obmann des Kulturforums Bad Zell und Leiter des örtlichen Organisationsteams.
Das Fest der Volkskultur verbindet damit Tradition und Zukunftsfragen und setzt neben dem kulturellen Programm auf klimafreundliche Mobilität, regionale Kulinarik und nachhaltige Regionalentwicklung.








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