FREISTADT. Nicht Alle lassen sich von den vielen Daten und Fakten über die S10 beeindrucken. Es gibt auch nach derFertigstellung der Schnellstraße noch kritische Stimmen.

„Beim Lesen so mancher Anzeige in diversen Printmedien entsteht der Eindruck, der Verein PRO S10 hätte die S10 in den letzten Jahren eigenhändig gebaut. Dieser Verein, der in inniger Beziehung mit der Wirtschaftskammer steht, sei die einzige noch aktive Bürgerinitiative, während die anderen 14 allesamt verstummt seien – so lautet die Botschaft“, sagt Christiane Jogna, Bezirkssprecherin der Grünen und betont, dass diese Bürgerinitiativen noch keineswegs verstummt sind. „Es gibt sogar eine neue Bürgerinitiative, nämlich die Bürgerbewegung für Rainbach. Die Rainbacher warten noch immer auf die höchst notwendige Entlastung vom Durchzugsverkehr und machen sich mit großem Engagement für ihren Lebensraum stark“, sagt Jogna.
Sebastian Merten von den Jungen Grünen Freistadt kritisiert außerdem, dass der versprochene Ausbau der Summerauerbahn parallel zur S10 nicht stattgefunden hat. „Die S10 vermindert sicher ein wenig den Verkehr in Freistadt und den umliegenden Ortschaften, allerdings würde ein gut ausgebautes und kostengünstiges Öffinetz nach Linz den Verkehr viel mehr vermindern“, ist sich Merten sicher. „Außerdem sind öffentliche Verkehrsmittel viel umweltfreundlicher.“ Die Jungen Grünen Freistadt fordern die oberösterreichische Landesregierung und die lokale Politik auf, auf das Verkehrsministerium Druck auszuüben, damit der Ausbau der Summerauerbahn endlich beginnt. „Wenn fast 700 Millionen Euro für eine Straße da sind, dann muss auch in den öffentliche Verkehr investiert werden. Nachdem die S10 eröffnet wurde, muss das nächste große Bauprojekt im Bezirk beginnen: Der Ausbau der Summerauerbahn.“


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