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FREISTADT. „Dart ist kein Wirtshaussport“ steht auf dem offiziellen Plakat für das erste internationale Dart-Turnier in Freistadt, das am 13. und 14. August in der Bezirkssporthalle ausgetragen wird. Tatsächlich braucht es eine ruhige Hand, Nervenstärke und beeindruckende Rechenfähigkeiten.

  1 / 5   Patrick Aufreiter, Mario Jandl, Mario Maier und Sandra Gusenbauer (v.l.) mit dem beeindruckenden Wanderpokal. Fotos: Wiesinger

Auszurechnen, wieviele Würfe und welche Felder es braucht, um ein Spiel zu beenden, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die ein Dartspieler haben muss. Und dann müssen diese Felder auch noch getroffen werden!

Der 24-jährige Patrick Aufreiter aus Freistadt hat das Dartspielen erst kürzlich für sich entdeckt. „Und jetzt ist es schon mehr als ein Hobby, es ist meine Leidenschaft“, sagt Aufreiter, der in der Sektion Dart des Askö Freistadt Mitglied ist. Rund 30 begeisterte Spieler hat die erste Dart-Sektion im Bezirk. Und diese 30 Sportler trauen sich bereits nach einem Jahr des Bestehens an eine gewaltige Aufgabe heran: Die Ausrichtung eines internationalen Turniers in der Bezirkssporthalle in Freistadt. „So eine Veranstaltung ist nur mit vielen Kontakten möglich“, erzählt Sektionsleiter Mario Maier. Diese Kontakte haben er und seine Kollegen bei diversen Turnieren in Spanien, Kroatien und vielen anderen Ländern geknüpft. Gleich nach Gründung der Sektion Dart sind die Spieler in die Bundesliga aufgestiegen, aber der Abstieg steht voraussichtlich wieder bevor. „Das macht aber nichts. Wir wollen vor allem den Jungen die Chance geben, sich im Sport zu etablieren. Das Geld ist in den Nachwuchs besser investiert“, sagt Maier.

Mentale Stärke und Mathematik

Dart ist kein Wirtshaussport, betonen die Spieler immer wieder. „Es braucht eine ruhige Hand, Nervenstärke, Konzentration und man muss Rechenvorgänge verstehen. Ein Dartspieler muss sich den Checkout ausrechnen können, also mit welchen und wievielen Würfen er das Spiel beenden kann“, erklärt Aufreiter. „Das Rechnen braucht einfach Übung, das kommt mit der Zeit.“ Er und seine Mitspieler trainieren mehrmals pro Woche, für ihn ist eine Einheit von zwei Stunden das Mindeste. Geld spielt auch eine wesentliche Rolle im Dartsport. „Es ist nicht billig. Man braucht gutes Material, der Einwurf der Automaten und die Geräte selbst müssen bezahlt werden, Startgelder, Teambekleidung und die Erhaltung unseres Dartstüberls kosten Geld“, sagt Mario Maier, der mit seinen Kollegen erst kürzlich einen Spielraum in Lichtenau, Gemeinde Grünbach, umgebaut hat. „Hier sind wir unabhängig von Wirtshausöffnungszeiten und können in Ruhe trainieren.“ Bis zum Turnier sind es nur noch wenige Tage und trainiert wird beinahe rund um die Uhr.

Profitipps für den Hobbyspieler

Ein paar Tipps für das Spiel Zuhause haben Mario Maier und Patrick Aufreiter auch noch parat: „Die Handführung und eine Körperspannung sind sehr wichtig, der Wurf muss aus dem Handgelenk kommen. Auch das richtige Gewicht der Dartpfeile ist essentiell. Jeder Spieler soll seinen eigenen Wurfstil entwickeln.“

Turnier für guten Zweck

Neben den Hauptbewerben Single Herren und Damen beim Turnier am 13. August findet auch ein Charity Turnier (Highscore) für die schwerkranke Jessica Haider aus Liebenau, die auch Tips bereits mit der Aktion „Glücksstern“ unterstützte, statt. Highscore bedeutet, der Spieler, der in sieben Runden die höchste Punktzahl erreicht, gewinnt das Spiel.

Das kleine Mädchen wird auch mit einer Tombola unterstützt. Zu gewinnen gibt es als Hauptpreis einen Pyrocopter Rundflug und ein signiertes T-Shirt von Mensur Suljovic, einem der besten Dartspieler Österreichs.

In den Hauptbewerben wird Double Out gespielt. Das heißt, Zahlen, die durch zwei teilbar sind, müssen zum Ende hin getroffen werden, um auf 0 zu stellen. Am zweiten Tag des Turniers stehen noch die Bewerbe Men Double, Women Double und Youth (U16) am Programm.

WANN & WO:

Samstag, 13. und Sonntag, 14. August 2016

Bezirkssporthalle Freistadt (VS), Stifterplatz 2

Bewerbe 13. August:

Men Single (12 Uhr)

Women Single (13 Uhr)

Charity Cup „For Jessica“

Bewerbe 14. August (ab 11 Uhr):

Men Double

Women Double

Youth (U16)


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