Von Lego in der Stupsnase

Schockmomente, die Mama nicht braucht, aber trotzdem beinahe täglich erlebt, die kennt wohl jede Mutter wider Willen. Gemeint sind Situationen, in denen der Nachwuchs dem eigenem Forscher- und Entdeckerdrang zum Opfer fällt.
Bei jedem meiner drei Jungs ist ebendieser sehr ausgeprägt, was ja an sich nichts Schlechtes ist. Neugierde und Expermentierfreudigkeit hat die Menschheit schließlich schon weit gebracht.
Als Mutter ist man ziemlich geübt darin, Gefahrenquellen vom Kind fernzuhalten und umgekehrt. Da werden Steckdosen gesichert, Tischkanten entschärft und Kastl Finger-einklemm-sicher gemacht, Putzmittel und Medikamente ganz oben im Schrank aufbewahrt, die Umgebung permanent auf verschluckbare Klein- und Kleinstteile gescannt und neben Messern und Scheren auch Klobürsten außer Reichweite verfrachtet, sowie Helme und Gurte bei allen sich bietenden Gelegenheiten selbstverständlich genutzt.
Trotzdem reicht ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit und schon ist wieder was passiert. So gelang es unserem Dreijährigen erst kürzlich, sich ein ziemlich langes Legoteil in sein Stupsnäschen zu stecken.
Während das Adrenalin durch meinen Körper strömte, versuchte ich, das weinende Kind vom Hochziehen abzuhalten und zum Schneuzen zu animieren, was aber nichts half. Erst ein beherzter Eingriff mit der Pinzette von Doktor Mom bachte das verrotzte Corpus Delicti wieder ans Tageslicht.
In derselben Woche hatte übrigens mein Neffe (4) plötzlich eine fürwitzige Bügelperle in der Nase stecken. Die war ihm, wie er dem Kinderarzt glaubhaft versicherte, einfach so reingeflogen! :-)


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