Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Von Kassetten und Büchern

Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka
Kolumne von Susanne Überegger Foto: Wodicka

Oma hat Kassetten mitgebracht. Sie erklärt unseren drei Jungs, dass da Lieder und Geschichten drauf sind und kann gerade noch verhindern, dass die Kinder die Kassette in den CD- oder DVD-Player stecken.

In der Zwischenzeit hänge ich nostalgischen Gedanken nach. Ich (geboren im vorigen Jahrhundert) erinnere mich an fix installierte Festnetztelefone, von denen aus man zwar jemanden anrufen konnte, es aber nicht sicher war, ob derjenige auch zuhause war und den Anruf annehmen konnte.

An harmlose Zeichentrickserien, von denen man keine Alpträume bekam, und an Lexika als Nachschlagewerke. Ich hatte Brieffreundinnen auf der ganzen Welt, wir schrieben uns seitenlange Briefe (ja, mit der Hand!) und nahmen uns gegegenseitig Botschaften auf Kassetten auf.

Meine erste E-Mail schrieb ich mit 16, mein erstes Handy kaufte ich mit 22, ein Smartphone überhaupt erst mit 36. Die aktuelle Entwicklung, dass heute schon Volksschulkinder ein eigenes Handy besitzen und einen Facebook-Account haben, beobachte ich als digitale Spätzünderin mit Argwohn.

Ich finde nicht, dass die digitalen Medien per se schlecht für Kinder sind. Auch meine Söhne (neun, sechs, drei) und ich fragen Dr. Google zu Themen, die uns interessieren. Mit unseren Smartphones oder am Computer spielen dürfen die Jungs aber nicht, wir besitzen weder einen Fernsehanschluss noch ein Tablet.

Ich bin froh, dass sich unsere Kinder auch mit Büchern, gewöhnlichen Brett- und Kartenspielen, Lego, Spielen und Sport an der frischen Luft ausreichend zu beschäftigen wissen. Das eigene Handy kommt noch früh genug…


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden