Freistädter Schüler bei Klimastreik: "Müssen jetzt handeln"
FREISTADT. Mehr als 200 Schüler der BHAK und HTL und des Gymnasiums Freistadt fordern Klimagerechtigkeit und ein Handeln der Politik. Anlässlich eines weltweiten Klimastreiks am 15. März waren einige Schüler in Linz bei der Demo dabei.

Die Schüler fuhren gemeinsam mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Klimastreik nach Linz, der von der „Fridays for Future Linz“-Bewegung initiiert wurde. Millionen Schüler weltweit streikten an diesem Tag in Großstädten. Sie fordern, dass die Politik endlich handelt. Außerdem wollen die Schüler, dass das „Pariser Klimaabkommen“, das 2015 von 185 Nationen unterzeichnet wurde, eingehalten wird.
Forderungen
Weitere Forderungen der Jugendlichen sind, dass ein ambitionierter Plan zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen entwickelt wird, dass Verkehrskonzepte umgesetzt werden, die nachhaltig und umweltfreundlich sind, und dass die Politik schnelle und weitreichende Maßnahmen setzt.
„Müssen jetzt handeln“
„Wir sind die letzte Generation, die den Klimawandel verhindern kann. Deswegen müssen wir jetzt handeln“, sind sich die beiden Schulsprecher Manuel Holzer und Sebastian Merten einig. „Deswegen müssen wir jetzt handeln und um es mit den Worten der 16-jährigen Klimaaktivistin aus Schweden, Greta Thunberg, zu sagen: Wir müssen uns darauf fokussieren, was zu tun ist und nicht auf das, was politisch möglich ist!“
Das Thema Klimawandel wurde auch in einigen Unterrichtsgegenständen aufgegriffen und einige Lehrer unterstützen die Schüler. “Ich finde es toll, dass sich so viele Jugendliche für eine klimagerechte und saubere Zukunft einsetzen und sich kritisch mit der Umwelt auseinandersetzen“, sagt Barbara Steidl, Lehrerin im Gymnasium.
Klimatipps auf Facebook
Die Schüler des Gymnasiums wollen jeden Freitag einen Klimatipp auf Facebook unter „Schülervertretung Gymnasium Freistadt“ und auf Instagram präsentieren. „Denn man kann auch in der Schule im Kleinen gegen den Klimawandel ankämpfen, indem man elektronische Geräte ausschaltet, Mehrwegbecher beim Kaffeeautomaten verwendet oder sich für das Mittagessen selbst Besteck mitnimmt“, sagt Merten.
„Uns jungen Menschen ist der Klimawandel nicht egal“
„Es ist Wahnsinn, dass über 200 Freistädter Schüler nach Linz fahren, um sich für unsere Zukunft einzusetzen. Ich denke, dass wir mit dieser Aktion zeigen, dass uns jungen Menschen der Klimawandel nicht egal ist und uns auch Gehör bei der Spitzenpolitik verschaffen“, zeigt sich Manuel Holzer, Schulsprecher der BHAK und HTL, begeistert. „Es ist großartig, dass wir gemeinsam mit der Schülervertretung des Gymnasiums diese Aktion initiieren konnten.“


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